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Quartalszahlen Anhaltender Homeoffice-Trend beschert Zoom fast drei Mal mehr Umsatz

Der Videokonferenzdienst steigert seinen Umsatz auf mehr als 950 Millionen Dollar. Der Gewinn legt um mehr als das Achtfache zu. Die Aktie zieht nachbörslich an.
02.06.2021 Update: 07.06.2021 - 10:34 Uhr Kommentieren
Der Videokonferenz-Dienst gehört zu den großen Gewinnern der Coronakrise. Quelle: dpa
Zoom

Der Videokonferenz-Dienst gehört zu den großen Gewinnern der Coronakrise.

(Foto: dpa)

San Jose Der Videokonferenzdienst Zoom profitiert weiterhin massiv vom Wandel der Arbeitswelt in der Corona-Pandemie. Im vergangenen Vierteljahr stieg der Umsatz um 191 Prozent auf 956,2 Millionen Dollar. Der Gewinn sprang von 27 Millionen Dollar ein Jahr zuvor auf 227,4 Millionen Dollar hoch, wie Zoom nach US-Börsenschluss am Dienstag mitteilte. Das ist mehr als das Achtfache des Vorjahreszeitraums.

Die Firma übertraf mit den Zahlen für das Ende April abgeschlossene ersten Geschäftsquartal die Erwartungen der Analysten deutlich. Die Aktie legte im nachbörslichen Handel zeitweise um drei Prozent zu.

Zoom ist für viele Menschen im Homeoffice zum Synonym für Videokonferenzen geworden, mit denen sich Mitarbeiter austauschen und Kundengespräche führen können oder sich Schüler mit Lehrern vernetzen. Auch Privatpersonen greifen zu Zoom für alle möglichen Gelegenheiten – von Familientreffen bis zu Yoga-Stunden.

Das Geld verdient Zoom allerdings nach wie vor im Geschäft mit größeren Unternehmen. Im vergangenen Geschäftsquartal gewann Zoom rund 30.000 Unternehmenskunden mit mehr als zehn Beschäftigten dazu. Von den 497.000 Kunden dieser Art kommen aktuell 63 Prozent der Erlöse. Die Marketing-Ausgaben schraubte Zoom im Jahresvergleich um 84 Prozent auf 191 Millionen Dollar hoch.

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    Dabei ist das 2011 in San Jose gegründete Unternehmen, das zwischenzeitlich mit Sicherheitslücken etwa bei der Verschlüsselung oder dem sogenannten Zoombombing kämpfte, nicht konkurrenzlos. So sind Videoanrufe und -konferenzen unter anderem auch über die Teams-Bürosoftware von Microsoft, über Webex von Cisco oder Angebote der Tech-Konzerne Google und Facebook möglich.

    Zoom erwartet weiterhin Umsatzplus von 50 Prozent

    Zoom stellt sich zugleich auf die Zeit nach der Pandemie ein, in der wieder mehr Arbeit in Büros erledigt wird. Firmenchef Eric Yuan will sich für die Zukunft unter anderem damit rüsten, dass Zoom zusätzlich zu den Videokonferenzen auch die Sprachtelefonie in Unternehmen übernimmt. Dafür sind nun auch eigens für Zoom gedachte Telefonapparate von etablierten Ausrüstern wie Poly im Angebot. Zoom hat nun 1,5 Millionen Telefonie-Nutzer nach einer Million drei Monate zuvor.

    Als jüngsten Erfolg in dem Bereich hob Yuan einen Deal mit dem Konsumgüter-Riesen Kimberly-Clark hervor, der 25.000 Telefonie-Anschlüsse bei Zoom buchte. Kimberly-Clark ist einer von bisher 21 Kunden mit mehr als 10.000 Telefonie-Anschlüssen bei Zoom. Yuan zeigte sich überzeugt, dass Video- und Sprachtelefonie in Unternehmen zu einer Dienstleistung verschmelzen werden.

    Zoom bereitet die Anleger zugleich weiter darauf vor, dass das Wachstumstempo abflachen wird. Für das gesamte Geschäftsjahr stellte Finanzchefin Kelly Steckelberg ein Umsatzplus von rund 50 Prozent auf knapp vier Milliarden Dollar in Aussicht. Yuan prognostizierte aber, dass es keine Rückkehr zum Alltag vor Corona geben werde: „Das hybride Arbeitsmodell wird bleiben.“

    Mehr: Workation heißt der Trend, bei dem Angestellte ihr Büro in ein Urlaubsressort verlagern. Angestellte sollten jedoch einiges beachten, bevor sich sich im Ausland niederlassen.

    • rtr
    • dpa
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