Rüstungsindustrie: Das sollen die neuen Drohnen von Boeing bald können
Mit der Tarnkappendrohne betankte Boeing im Jahr 2021 erstmals ferngesteuert einen Kampfjet in der Luft. Künftig soll die Drohne offenbar auch selbst bewaffnet werden.
Foto: U.S. NavySt. Louis. Woran „Phantom Works“ arbeitet, ist meist geheim. Die Entwicklungsabteilung von Boeing tüftelt an neuen militärischen Fluggeräten. Erst wenn ein neues System weit fortgeschritten ist, gibt das Unternehmen Einblicke – so wie jetzt im US-Bundesstaat Illinois.
Als das Hallentor am MidAmerica Airport in der Nähe von St. Louis zur Seite fährt, gibt es den Blick auf die Zukunft frei: Hinter gelb-schwarzem Absperrband stehen Flugzeuge ohne Cockpit. Ihre Form erinnert an riesige Haifische. Grau mit roter Nase.
Die Drohne rechts hat bereits Geschichte geschrieben. Mit dem Prototyp T1 der Tarnkappendrohne MQ-25 Stingray hat Boeing vor zwei Jahren erstmals ferngesteuert ein Kampfflugzeug in der Luft betankt. Fast 16 Meter lang ist die Drohne, so groß wie ein F-18-Kampfjet. Innen ist viel Platz für Treibstoff.
Links daneben steht eine MQ-28 Ghost Bat – und das ist eine Überraschung. Sie ist in diesem Moment erstmals auf amerikanischem Boden zu sehen. Die „Geisterfledermaus“ hat Boeing mit der Royal Australian Air Force in Australien entwickelt und erst im Februar in Melbourne vorgestellt.