SAP-Aktie: SAP fällt mit 30 Prozent Wertverlust seit Jahresanfang hinter Salesforce zurück
Der Manager muss den Beweis antreten, dass sich die hohen Investitionen von SAP ins Cloud-Geschäft rentieren.
Foto: APSan Francisco. Während SAP dieses Jahr das 50-jährige Jubiläum begeht, haben die Aktionäre nicht viel zu feiern. Seit Jahresanfang hat der Softwarehersteller fast 30 Prozent an Börsenwert verloren, wertvollster Dax-Konzern ist inzwischen der Industriegasehersteller Linde.
Und dann hat auch noch Rivale Salesforce im vergangenen Quartal mit 7,72 Milliarden Dollar erstmals mehr Umsatz erwirtschaftet, wobei Wechselkurseffekte dabei ein wichtiger Faktor waren. Marc Benioff, Gründer und Chef des Cloud-Spezialisten, brüstet sich trotzdem bereits: „Salesforce ist der größte Anbieter für Unternehmenssoftware der Welt.“
Microsoft mag zwar noch größer sein, trotzdem ist der Moment symbolträchtig. Ausgehend von Software für den Vertrieb hat Salesforce ein Produktportfolio zusammengestellt, mit dem Kunden die digitale Transformation bewältigen können. Erst jüngst hat der Konzern eine neue Plattform für die Verarbeitung von Kundendaten in Echtzeit vorgestellt.
Konkurrenz Salesforce liegt 50 Prozent über Niveau von SAP
Der amerikanische Cloud-Pionier macht dem deutschen Softwarehersteller die Rolle als Digitalisierungshelfer streitig. Das zeigt sich am Börsenwert, der trotz des Rückgangs in den letzten Monaten bei rund 153 Milliarden Dollar liegt und damit rund 50 Prozent über dem Niveau von SAP.