Softwarekonzern: Designierter Plattner-Nachfolger Punit Renjen verlässt SAP
Düsseldorf. SAP hat die Nachfolgeregelung für Aufsichtsratschef Hasso Plattner (80) über den Haufen geworden: Statt des langjährigen Deloitte-Chefs Punit Renjen soll nun der früheren Nokia-Vorstand Pekka Ala-Pietilä auf den Mitgründer folgen. Das teilte der Softwarehersteller am Sonntag in einer Ad-hoc-Meldung mit.
Grund für die Trennung von Punit Renjen seien „die unterschiedlichen Vorstellungen über die Rolle als künftiger Aufsichtsratsvorsitzender“, erklärte SAP. Der indisch-amerikanische Manager habe beschlossen, sein Mandat mit der Hauptversammlung am 15. Mai niederzulegen. Der Schritt erfolge „im gegenseitigen Einvernehmen“. Das Handelsblatt hatte zuvor über die bevorstehende Ablösung berichtet.
Pekka Ala-Pietilä dürfte ein Übergangskandidat sein: Der 67-jährige Manager soll das Amt des SAP-Aufsichtsratsvorsitzenden – die Wahl durch die Hauptversammlung im Mai vorausgesetzt – laut Mitteilung lediglich für zwei Jahre ausüben.
Der Finne ist bei SAP ein alter Bekannter. Er saß bereits von 2002 bis 2021 im Aufsichtsrat des Softwareherstellers. Plattner lobte ihn als Führungspersönlichkeit, „die nicht nur ein tiefgreifendes Verständnis unserer Branche und der Komplexität der europäischen SE-Governance mitbringt, sondern auch ein wichtiger Verbündeter in vielen entscheidenden Momenten der SAP war“.