Start-up-Check: Aufladen in neun Minuten – dieses Batterie-Start-up elektrisiert den Autokonzern GM
Mit der Konstruktion will das Start-up die Energiedichte einer Lithium-Ionen-Batterie verdreifachen, die Produktionskosten halbieren und die Ladegeschwindigkeit deutlich erhöhen.
Foto: HandelsblattDüsseldorf. Bei einer der größten technischen Herausforderungen setzen große Elektroautohersteller reihenweise auf Start-ups. Das jüngste Beispiel ist der US-Autokonzern General Motors, der auf One D Battery baut. Jüngst hat GM 25 Millionen Dollar in das Start-up investiert.
Um wen geht es?
Chef des Start-ups ist Vincent Pluvinage. Der 65-jährige gebürtige Belgier ist Seriengründer und arbeitet seit Jahrzehnten im Silicon Valley. Er wurde von Ikonen wie Intel-Chef Andy Grove oder Risikokapitalikone Eugene Kleiner gefördert.
Warum ist das wichtig?
Die Zukunft der Elektroautobatterien hängt auch an einem Halbmetall: Silizium. Alle Autohersteller forschen daran. Denn die Integration von Silizium in Lithium-Ionen-Batterien verspricht deutlich niedrigere Kosten, schnellere Ladezeiten und höhere Energiedichte.
Die ganze Dimension:
- Die Batterie ist das mit Abstand teuerste Teil eines Elektroautos.
- Derzeit kostet die Herstellung einer Kilowattstunde laut Branchendienst Bloomberg New Energy Finance durchschnittlich 120 Euro.
- Mercedes beispielsweise muss für die Batterie eines EQE 350 mehr als 10.000 Euro auf den Tisch legen.
Seit Jahren senken Batterie- und Autohersteller die Kosten mit neuen Produktionsverfahren und Materialien. Ein wichtiger Ansatz ist die Integration von Silizium in die Anode der Batterie. Das Halbmetall arbeitet viel effizienter und ist weniger teuer als das bislang verwendete Grafit. Theoretisch lässt sich mit Siliziumanoden zehnmal mehr Strom bei gleichem Volumen speichern als mit herkömmlichem Grafit.