Start-ups: App-Anbieter Taxfix verpflichtet Mitarbeiter zur Nutzung von KI
Berlin. Das Steuer-Start-up Taxfix aus Berlin will dafür sorgen, dass alle Mitarbeiter ihre Fähigkeiten zur Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) verbessern. Zudem baut es sein Führungsteam um und erweitert das Angebot für Kunden. „Unser Anspruch ist es, die führende KI-Finanzplattform in Europa zu sein“, begründete Firmenchef Martin Ott die Maßnahmen im Gespräch mit dem Handelsblatt.
„Wir wollen im Laufe des nächsten Jahres in Deutschland auch Freiberufler und kleine und mittlere Firmen bedienen und es ihnen ermöglichen, ihre Steuererklärungen direkt über Taxfix einzureichen“, kündigte Ott an. Konkurrenzprodukte wie die Steuersoftware Wiso der Firma Buhl sowie Smartsteuer haben diese Funktion bereits teilweise im Portfolio.
Die Expansion sei finanziell auch möglich, weil die bisherige Einbindung von KI in Unternehmensprozesse viel Geld spare, sagte Ott. „Wir haben Entwicklerstunden eingespart, aber auch Zeit und Ressourcen für die Entwicklung und Aussteuerung von Marketingkampagnen.“ 90 Prozent der Marketinginhalte seien mittlerweile KI-generiert oder -verbessert.
Fortschritt von Mitarbeitern wird getrackt
Damit diese Veränderungen weitergeführt werden, hat Ott einen festen KI-Tag pro Woche etabliert. Er ist seit 2021 Firmenchef von Taxfix, zuvor verantwortete er das Europageschäft des Tech-Konzerns Meta. An den KI-Tagen werde nichts anderes gemacht, als gemeinsam neue Tools auszuprobieren, Automatisierungen zu testen und neue Anwendungen zu entwickeln.