Technologie: Chips aus Heilbronn – Deutschlands Autobauer wollen profitieren
Für die Zukunft der Autoindustrie nehmen Hochleistungschips eine strategisch hohe Bedeutung ein. Die Nachfrage nach Chips wird durch das automatisierte Fahren steigen, aktuell aber sind deutsche Konzerne abhängig von Herstellern aus Amerika.
Und deshalb investiert Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) jetzt mehr als 40 Millionen Euro, um das belgische Halbleiterforschungsinstitut Imec nach Heilbronn zu holen. Mit der Expertise von Imec und den staatlichen Subventionen soll es gelingen, eigene Autochips zu designen.
„Die Autoindustrie durchläuft eine Stressphase. Die Chipforschung wird dazu beitragen, wieder aufzuholen“, sagte Kretschmann im Gespräch mit dem Handelsblatt. Das Know-how von Imec gilt als weltweit einzigartig.
Imec-Chef Luc Van den hove kündigte im Gespräch an, in der neuen Dependance umgehend starten zu wollen. „Wir arbeiten schnell und werden bald beginnen, Mitarbeiter einzustellen“, sagte er. Doch was sehen die Pläne konkret vor – und wie könnten Autohersteller und -zulieferer profitieren?