ChatGPT: So hat KI Struktur in meinen Alltag und mein Familienleben gebracht
Rom. Als die KI mir „Date-Nights“ mit meiner Frau vorschlägt, will ich das Experiment am liebsten abbrechen. Wir sollen „gemeinsame Fernsehabende“ planen, eine „regelmäßige Kommunikationsroutine“ etablieren.
Was fällt meinem virtuellen Coach ein, sich nach all den Wochen auch noch in mein Liebesleben einzumischen? Die Zeit mit meiner Partnerin: künftig nur noch ein fixer Kalendereintrag?
Aber von vorn: Seit Dezember lasse ich mein Leben von ChatGPT optimieren. Ich habe mir mithilfe der Künstlichen Intelligenz einen Chatbot gebastelt, der mich in allen Lebenslagen besser und effizienter machen soll. Aus dem Italien-Korrespondenten soll ein Wermke 2.0 werden. Ich will, dass das Sprachmodell nicht nur den Journalisten in mir auf ein neues Level hebt, sondern auch den Vater, den Ehemann, den Sportler.
KI kann Tumore schneller erkennen als Ärzte, Bilder malen wie barocke Altmeister und Schachweltmeister besiegen. Aber kann sie auch menschliche Arbeit ersetzen, die sich vor allem um Gewohnheiten, Verhaltensforschung und Gefühle dreht? Ich will herausfinden, wie mächtig KI bereits auf diesem Feld ist und ob wir uns mit diesem neuen Tool künftig alle selbst optimieren können? Und: Leitet das alles gar ein Ende der hochbezahlten Coaching-Branche ein?