KI: Google verändert das Nachrichtengeschäft – Wer am stärksten verliert
Düsseldorf, San Francisco. Über Jahrzehnte galt im Internet die feste Regel: Sichtbar war, wer bei der Suchmaschine von Google oben stand. Doch diese alte Ordnung gerät ins Wanken.
Der US-Konzern baut seine Suchmaschine derzeit in immer höherem Tempo um. Neue, auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierende Funktionen ersetzen zunehmend klassische Suchergebnisse.
Die Folge: In den USA ist die Reichweite vieler Nachrichtenseiten bereits eingebrochen. Bei Portalen wie Business Insider sackte der Google-Traffic massiv ab. Es folgte eine Entlassungswelle.
Daten des Analyseunternehmens Similarweb, die dem Handelsblatt vorliegen, zeigen: Der klassische Deal „Inhalte gegen Reichweite“ droht zu kippen. Durch KI-Zusammenfassungen ist bei US-Medien der Anteil der Nutzer, die nicht auf einen weiterführenden Link klicken, im Vergleich zur klassischen Suche durchgängig gestiegen – teilweise um mehr als zehn Prozentpunkte. Dadurch verlieren die Portale teils Millionen an Zugriffen.
Auch in Deutschland mehren sich die Anzeichen, dass sich diese Entwicklung wiederholt.