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KIOpenAI muss im Streit mit „New York Times“ KI-Chats offenlegen

Eine US-Richterin verpflichtet OpenAI, 20 Millionen anonymisierte ChatGPT-Protokolle offenzulegen. OpenAIs Einwand, die Nutzerprivatsphäre sei damit gefährdet, wies das Gericht zurück. 03.12.2025 - 22:33 Uhr Artikel anhören
ChatGPT-Logo: Urheberrechtsstreit mit Medienhäusern. Foto: REUTERS

Washington. OpenAI muss im Urheberrechtsstreit mit der „New York Times“ und anderen Medienhäusern anonymisierte Chat-Protokolle von Nutzern offenlegen. Die 20 Millionen Protokolle seien für die Klage relevant, erklärte die New Yorker Richterin Ona Wang in einem am Mittwoch veröffentlichten Beschluss. Eine Herausgabe verletze nicht die Privatsphäre der Nutzer.

OpenAI wurde angewiesen, die Protokolle innerhalb von sieben Tagen nach deren Anonymisierung vorzulegen. Wang wies datenschutzrechtliche Bedenken zurück. Die von der KI-Firma vorgenommenen Maßnahmen würden dies „angemessen entschärfen“.

Die Medien hatten argumentiert, die Protokolle seien notwendig, um festzustellen, ob ChatGPT ihre urheberrechtlich geschützten Inhalte wiedergebe. Zudem wollen sie damit die Behauptung von OpenAI entkräften, sie hätten die Antworten des Chatbots „gehackt“, um Beweise zu konstruieren.

OpenAI hatte sich gegen die Herausgabe gewehrt und argumentiert, die Offenlegung würde vertrauliche Nutzerinformationen preisgeben. Zudem hätten 99,99 Prozent der Mitschriften nichts mit den Vorwürfen der Urheberrechtsverletzung zu tun.

Die Klage wurde ursprünglich 2023 von der „New York Times“ eingereicht. Sie ist eine von vielen Klagen von Urheberrechtsinhabern gegen Technologieunternehmen wie OpenAI, Microsoft und Meta.

Der Vorwurf lautet, dass deren Material ohne Erlaubnis zum Training von KI-Systemen verwendet wurde. An der Klage ist auch eine Gruppe von Zeitungen beteiligt, die zur MediaNews Group von Alden Global Capital gehört.

Deren Chefredakteur Frank Pine erklärte am Mittwoch, die Führung von OpenAI habe „halluziniert, als sie dachte, sie käme damit durch, Beweise dafür zurückzuhalten, dass ihr Geschäftsmodell auf dem Diebstahl der Arbeit von hart arbeitenden Journalisten beruht“.

rtr
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