Adipositas: Immenser Handlungsbedarf beim Kampf gegen Fettleibigkeit
Düsseldorf. Adipositas ist längst kein Randphänomen mehr. Laut dem jüngsten World Obesity Atlas 2025 steigen die Zahlen weltweit deutlich an. Allein in Deutschland werden bis 2030 rund 36,55 Millionen Erwachsene mit einem zu hohen Body-Mass-Index (BMI) leben. Den Atlas hat die World Obesity Federation anlässlich des Welt-Adipositas-Tags am 4. März veröffentlicht.
Der BMI gilt – was allerdings auch Kritik hervorruft – als Grundlage zur Beurteilung von Gewichtsklassifikationen. Dabei wird das Körpergewicht ins Verhältnis zur Körpergröße gesetzt. Die gesundheitlichen Folgen eines zu hohen BMIs können erheblich sein. Laut der Studie fehlen effektive Gegenmaßnahmen.
Besonders alarmierend sei: Die meisten Länder sind auf die wachsende Herausforderung nicht vorbereitet. Laut Report haben nur 13 Staaten, also sieben Prozent aller Länder, umfassende Strategien gegen Adipositas entwickelt. Deutschland gehöre nicht dazu. Obwohl 2025 bereits zwei von drei Erwachsenen hierzulande einen zu hohen BMI haben und fast jeder Dritte adipös ist, gibt es nur vereinzelte Maßnahmen zur Prävention und Behandlung.