Krankmeldung: Wie sich Arbeitgeber gegen Blaumacher wehren können
Berlin. Der Krankenstand in Deutschland ist zuletzt zwar leicht gesunken. Laut Daten der Techniker Krankenkasse bleibt die Summe der Fehlzeiten von Arbeitnehmern aber weiter hoch. Demnach meldeten sich deutsche Beschäftigte zwischen Januar und November 2025 im Schnitt rund 17 Tage krank. Im gesamten Jahr 2021 fielen deutsche Arbeitnehmer wegen Krankheit nur rund 13 Tage aus.
Doch wie viele davon sind wirklich krank und wie viele „machen blau“ – geben also nur vor, krank zu sein? Genau weiß das niemand, aber es gibt Indizien: Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov aus dem vergangenen Jahr hat mehr als jeder Vierte schon einmal unter falschen Angaben gefehlt.
Eine Studie der Krankenkasse Pronova BKK kam zu dem Schluss, dass jeder zehnte Beschäftigte „häufig“ zu Hause bleibt, auch wenn er sich eigentlich fit genug für die Arbeit fühlt. Bei der Hälfte der Befragten kommt dies „manchmal“ oder „selten“ vor.
Meldet sich ein Arbeitnehmer wiederholt krank, obwohl er eigentlich arbeitsfähig ist, muss der Arbeitgeber das nicht hinnehmen. Zwei Fachanwälte für Arbeitsrecht erklären, welche rechtlichen Möglichkeiten Unternehmen haben, gegen solche „Krankfeierer“ vorzugehen.