Krankenkasse: TK weit vorne bei elektronischer Patientenakte
Die Krankenkasse führt bei den Nutzerzahlen der elektronischen Patientenakte.
Foto: dpaBerlin. Die Krankenkasse Die Techniker (TK) hat mit Abstand die meisten Nutzer der elektronischen Patientenakte (ePA). Von rund 380.000 aktiven ePA in Deutschland entfallen rund 260.000 auf die TK.
Die Krankenkasse Die Barmer verzeichnet nur 22.800, die DAK Gesundheit 4.400 ePA-Nutzer. Auch die AOKs haben insgesamt nur 25.300 Versicherte mit einer aktivierten Akte.
TK führt zwei Drittel aller ePA
Marcel Weigand von der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) staunt über die ungleiche Verteilung. Die UPD informiert Patienten zu gesundheitlichen und rechtlichen Fragen. „Die TK hat elf von 73 Millionen gesetzlich Versicherten, aber zwei Drittel aller ePA-Registrierungen“, sagt Weigand.
Gesetzlich Versicherte können seit mehr als einem Jahr eine ePA von ihren Kassen erhalten. Die Versicherten haben darauf einen gesetzlichen Anspruch. Sie müssen sich für die Nutzung der digitalen Akte, in der sich Gesundheitsdaten gesammelt speichern lassen, aber registrieren.
Frühes digitales Angebot
„Die TK-Versicherten sind im Schnitt jünger, gebildeter und digitalaffiner“, sagt Weigand, „das erklärt aber nicht ausschließlich, warum die TK deutlich mehr ePA-Nutzer hat.“ Ein Grund sei ein früher Vorläufer der ePA.