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AtomprogrammIran stellt Bedingungen für Verhandlungen mit USA über Atomprogramm

Der Iran zeigt sich offen für Gespräche mit den USA, knüpft diese aber an Bedingungen. Außenminister Araqchi fordert eine Lockerung der Sanktionen und ein Umdenken in der US-Politik. 23.03.2025 - 15:40 Uhr Artikel anhören
Der iranische Außenminister Abbas Araqchi fordert von den USA, die Sanktionen zu lockern. Foto: REUTERS

Dubai. Der Iran zeigt sich bereit zu den von US-Präsident Donald Trump angebotenen Verhandlungen über sein Atomprogramm, stellt aber Bedingungen. Unterredungen seien unmöglich, solange die US-Regierung die Sanktionen gegen die Islamische Republik nicht lockere, machte Außenminister Abbas Araqchi am Sonntag deutlich.

Amerika müsse bestimmte Ansätze ändern, erklärte Araqchi ohne konkreter zu werden. Der US-Sondergesandte Steve Witkoff sagte im US-Sender Fox News: „Unser Signal an den Iran lautet, lasst uns zusammensetzen und sehen, ob wir durch Dialog und Diplomatie an den richtigen Punkt kommen können.“ Weiter sagte er: „Wir müssen nicht alles militärisch lösen.“ Sollte keine Einigung gelingen, sei die Alternative dazu aber keine gute.

Trump hatte Anfang März mitgeteilt, er habe an das Oberhaupt Irans, Ajatollah Ali Chamenei, ein Schreiben mit einem Verhandlungsangebot geschickt. Gleichzeitig kündigte er an, entweder werde ein Abkommen geschlossen oder es drohe eine militärische Lösung. Seit seinem Amtsantritt im Januar hat Trump den Druck bereits mit mehreren Sanktionsrunden erhöht, die die iranischen Öl-Exporte und damit die wichtigste Einnahmequelle für Devisen blockieren sollen.

Hintergrund der Auseinandersetzungen sind Befürchtungen, der Iran strebe unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms nach Nuklearwaffen. Die Islamische Republik bestreitet, an der Entwicklung einer derartigen Waffe zu arbeiten. Allerdings sind die Vorräte des Irans an auf bis zu 60 Prozent Reinheit angereichertem Uran – also nahe der waffentauglichen Qualität von etwa 90 Prozent – sprunghaft angestiegen, wie die Internationale Atomenergie-Behörde IAEA Ende Februar mitteilte.

Chamenei hat zwar Trumps Verhandlungsangebot als „Täuschung“ zurückgewiesen, aber seine Regierung hat die Tür für Gespräche nicht zugeschlagen. Bereits am Donnerstag erklärte Außenminister Araqchi, die Regierung in Teheran werde bald auf die „Drohungen und Chancen“ des Schreibens antworten.

rtr
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