Prävention: Wie sich der Verzicht aufs Rauchen in Lebenszeit rentiert
Berlin. Der Killer Nummer eins in Deutschland sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auf sie gingen 2023 knapp 350.000 Todesfälle zurück. Das war mehr als jeder dritte Verstorbene.
Dabei gilt: Wer mit 50 Jahren nicht raucht, einen normalen Blutdruck und normale Cholesterinwerte hat, nicht zuckerkrank und auch nicht übergewichtig ist, lebt nicht nur länger, sondern bleibt auch deutlich länger von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verschont. Das zeigt eine internationale Studie unter Leitung des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) und des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK), an der etwa 120 Forschende weltweit beteiligt waren. Die Ergebnisse wurden im renommierten „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht.
Die Studie belegt: Frauen, die diese fünf klassischen Risikofaktoren nicht aufweisen, leben im Schnitt 13,3 Jahre länger ohne Herz-Kreislauf-Erkrankung und sterben 14,5 Jahre später als Frauen, bei denen alle genannten Risikofaktoren zutreffen. Bei Männern beträgt der Unterschied 10,6 beziehungsweise 11,8 Jahre.
Rauchen ist das größte Risiko
Den größten Einfluss hat das Rauchen. Nichtraucherinnen leben 5,5 Jahre länger als Nichtraucherinnen, Nichtraucher 4,8 Jahre länger als Raucher.