Rauchentwöhnung: Wearables gegen Nikotinsucht: US-Studie zeigt Erfolge
Düsseldorf. Wearables, die Handbewegungen erkennen und beim Rauchen Alarm schlagen, könnten Menschen helfen, mit dem Rauchen aufzuhören. Das hat eine US-Studie mit 38 Erwachsenen gezeigt, die an einem achtwöchigen Programm teilgenommen haben. Veröffentlicht wurde sie im Fachjournal „PLOS Digital Health“.
Alle Probandinnen und Probanden erhielten dabei eine klassische Entwöhnung mit Beratung und Medikamenten. Eine Gruppe hat zusätzlich ein Smartband getragen, das Rauchbewegungen erkannt und die Tragenden durch Vibration und Smartphone-Hinweis gewarnt hat.
Die Studie hat vor allem untersucht, ob die Technik im Alltag funktioniert. Das Ergebnis: Die Akzeptanz ist hoch. Die 18 Personen mit aktivem Smartband haben es im Schnitt an 46 von 56 Tagen getragen. Neun von zehn Fällen, in denen das Band eine Zigarette „erkannte“, haben die Nutzerinnen und Nutzer bestätigt. Mehr als 80 Prozent von ihnen würden das Gerät weiterempfehlen.
Auch beim Rauchverhalten zeigten sich leichte Vorteile für die Smartband-Gruppe. Am Ende der acht Wochen sind elf Prozent der Teilnehmenden dort nachweislich abstinent gewesen – im Kontrollarm lag die Quote bei fünf Prozent. Zudem haben Nutzerinnen und Nutzer des aktiven Bands von mehr rauchfreien Tagen und stärkeren Reduktionen beim täglichen Konsum berichtet.