Studie: Wie Wellness-Technologien Alltag und Gesundheitssystem verändern
Berlin. Die Matratze analysiert die Schlafqualität, die Toilette misst Vitalwerte, und das Auto erkennt Stress. Das klingt nach Science-Fiction, doch es könnte laut einer Studie von Strategy&, der globalen Strategieberatung von PwC, bald Alltag sein. Mehr als 95 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland, Großbritannien und den USA können sich vorstellen, künftig mindestens eine sogenannte Welltech-Lösung zu nutzen.
„Welltech“ steht für Technologien, die nicht nur Krankheiten behandeln, sondern Gesundheit aktiv fördern. Die Studie unterscheidet fünf Kategorien:
- Track: Wearables und Apps zur Überwachung von Aktivität, Schlaf und Vitalwerten
- Test: Heimdiagnostik und vernetzte Geräte für Infektionen, Fruchtbarkeit oder chronische Erkrankungen
- Tailor: KI-gestützte Plattformen für personalisierte Empfehlungen
- Treat: Therapeutische Technologien wie Stimulatoren oder Exoskelette
- Trust: Sicherheits- und Monitoring-Lösungen für mehr Unabhängigkeit
Für die Studie hat Strategy& 1500 Personen befragt und Interviews mit Branchenexperten geführt. Dabei hat sich zwar gezeigt, dass die tatsächliche Nutzung dieser Technologien bislang hinter dem hohen Interesse zurückbleibt. Während 76 Prozent der Befragten bereits von Welltech-Geräten wie Fitnesstrackern gehört haben, nutzen erst 56 Prozent solche Technologien aktiv.
So groß ist der Markt für Welltech-Geräte
Dennoch sind die Menschen bereit, Geld dafür auszugeben. Laut einer Mitteilung von Strategy& zur Studie gab jeder dritte aus Deutschland Befragte an, in Zukunft bis zu 149 Euro pro Jahr für Welltech-Lösungen zahlen zu wollen – fast jeder vierte sogar bis zu 499 Euro.