Sucht-Apps: Studien bei Nichtraucher-DiGA
Wer als abhängiger Raucher seine Sucht mithilfe einer App behandeln möchte, kann das mit zahlreichen Nichtraucher-Apps machen.
Foto: dpaMünchen. Etwa 22,7 Prozent der über 18-Jährigen in Deutschland rauchen. Laut dem Bundesministerium für Gesundheit sterben hierzulande jährlich mehr als 127.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums. Wer als abhängiger Raucher seine Sucht mithilfe einer App behandeln möchte, kann das mit zahlreichen Nichtraucher-Apps machen.
Manche sind kostenpflichtig, manche werden von Krankenkassen gezahlt. Zwei davon sind bislang vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) als digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) gelistet.
Während die App NichtraucherHelden von Sanero Medical im Juli 2023 dauerhaft im DiGA-Verzeichnis gelistet wurde, wurde die Smoke Free-App sechs Monate zuvor vorläufig aufgenommen. Auffällig ist dabei die hohe Zahl der Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer, die beide Unternehmen für den Nachweis eines positiven Versorgungseffekts angeben.
Keine Vorgaben vom BfArM zur Teilnehmerzahl
Sanero Medical, dessen Studie bereits abgeschlossen ist, aber erst in zwei Wochen veröffentlicht wird, gibt 661 Teilnehmer an. Smoke Free führt aktuell eine Studie mit über 1400 Teilnehmern durch. Im Vergleich zu anderen verhaltenstherapeutischen DiGA ist das viel. Auf Handelsblatt-Anfrage erklärte das BfArM, dass es keine Vorgaben hinsichtlich der notwendigen Teilnehmerzahl mache.