Versandapotheke: Shop Apotheke setzt auf „Big Bang“ beim E-Rezept
Die Shop Apotheke rechnet mit einem starken Anstieg von elektronischen Rezepten.
Foto: dpaFrankfurt. Seit Jahren hoffen die Onlineapotheken auf die breite Einführung des elektronischen Rezepts als wichtigen Wachstumstreiber für ihr Geschäft. 2024 soll es nun endlich so weit sein: Das E-Rezept und die elektronische Patientenakte sollen im nächsten Jahr verpflichtend werden. Diese Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) vor wenigen Tagen hat den Aktien der Onlinemedikamentenhändler Shop Apotheke und Zur Rose an der Börse deutlich Aufwind gegeben.
Shop-Apotheke-CEO Stefan Feltens erwartet nun einen „Big Bang“ beim E-Rezept im kommenden Jahr, nachdem die bundesweite Einführung in den vergangenen Jahren aus unterschiedlichen Gründen immer wieder verschoben wurde. Branchenschätzungen gehen davon aus, dass sich die Onlineapotheken mit der Einführung des E-Rezepts innerhalb von einigen Jahren rund zehn Prozent des Marktes für verschreibungspflichtige Medikamente sichern können. Laut Daten des Marktforschungsinstituts IQVia belief er sich zuletzt auf rund 60 Milliarden Euro. Aktuell erreichen die ausländischen Versender Shop Apotheke und Doc Morris (Zur Rose) bei den rezeptpflichtigen Medikamenten einen Marktanteil von etwa einem Prozent.