Autarkes Haus: So versorgen Sie ihr Haus selbst mit Strom und heizen autark
Eine Familie kann zwar bilanziell so viel Strom produzieren, wie sie im Jahr verbraucht – doch im Winter muss sie im Normalfall trotzdem Strom aus dem Netz beziehen.
Foto: obsDüsseldorf. Klimakrise, hohe Energiepreise, Angst vor einer Gasmangellage – es gibt derzeit viele Gründe, sich mehr Unabhängigkeit bei der eigenen Energieversorgung zu wünschen.
Wer energieautark ist, produziert seinen eigenen Strom und seine eigene Wärme. Hohe Preise und Versorgungsengpässe spielen dann keine Rolle mehr, und optimalerweise sind die genutzten Energiequellen erneuerbar.
Ist der Traum von der Autarkie realistisch? Welche Voraussetzungen gibt es, was kostet die Umstellung, und wie zuverlässig ist die eigenständige Versorgung? Ein Leitfaden in vier Schritten.
1. Schaffen Sie eine Basis für eine autarke Energieversorgung
Grundsätzlich gilt: Je besser ein Haus gedämmt ist, desto weniger Energie ist zum Heizen nötig. Das heißt nicht, dass eine vollständige Dämmung immer der erste Schritt auf dem Weg zum Energiesparen sein muss. „Dämmen ist oft relativ teuer und ineffizient, es bedarf einer hohen Förderung“, sagt Heinrich Tissen, Energieexperte bei der Unternehmensberatung Arthur D. Little.
Laut dem Experten bringen Isolierfenster beispielsweise eine Energieeinsparung von fünf bis zehn Prozent, lohnen sich aber schon nach fünf bis zehn Jahren finanziell. Eine Fassadendämmung hingegen spare 15 bis 22 Prozent Energie ein, rentiere sich aber erst nach neun bis 16 Jahren. Welche Dämmmaßnahmen sinnvoll sind, hängt also davon ab, ob Kosten optimiert werden sollen oder ob ein Haushalt tatsächlich Autarkie erreichen will.