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Deutsche PostVerdi weitet die Warnstreiks aus

Nach den Städten bestreikt Verdi nun die Auslieferung von Briefen und Paketen auf dem Land. Die Post will bei der anstehenden Verhandlung ein Angebot vorlegen. 29.01.2025 - 12:05 Uhr Artikel anhören
Viele Briefe bleiben zum Beginn der Woche liegen. Foto: Arne Dedert/dpa

Düsseldorf. Die Gewerkschaft Verdi erhöht vor der voraussichtlich entscheidenden dritten Gesprächsrunde im Tarifkonflikt bei der Deutschen Post mit neuen Warnstreiks den Druck auf den Bonner Konzern. Verdi rief am Mittwoch Postbeschäftigte auf dem Land zu Arbeitsniederlegungen auf.

„Die Botschaft ist klar: Wir meinen es ernst, und wir sind bereit, für unsere Forderungen zu kämpfen“, bekräftigte Verdi-Verhandlungsleiterin Andrea Kocsis. Der Post zufolge beteiligten sich bis zum Mittag rund 4000 Menschen an den Protesten. Die DHL-Tochter rief Verdi dazu auf, die Warnstreiks auszusetzen und eine Lösung am Verhandlungstisch zu suchen.

Erst am Dienstag hatte Verdi Zusteller und Zustellerinnen in den Großstädten zu Protesten aufgerufen. Bundesweit seien auch am Mittwoch rund fünf Prozent der durchschnittlichen Tagesmenge an Paket- und Briefsendungen von den Protesten betroffen, erklärte die Post. Der Konzern befördert an normalen Werktagen allein über 40 Millionen Briefe - es könnten also erneut über zwei Millionen in den Verteilzentren liegen geblieben sein. Die Post will die Rückstände in den kommenden Tagen aufholen.

Verdi fordert sieben Prozent mehr Lohn für die rund 170.000 Tarifbeschäftigten. Zudem will die Gewerkschaft mit Hinweis auf eine steigende Arbeitsbelastung drei Tage mehr Urlaub durchsetzen. Verdi-Mitglieder sollen einen zusätzlichen Tag erhalten.

Die Post klagt über zu hohe Kosten im deutschen Brief- und Paketgeschäft und pocht auf „wirtschaftlich vertretbare Lohnsteigerungen“. Sie hatte angekündigt, in der dritten Gesprächsrunde ein Angebot auf den Tisch zu legen. Die Tarifgespräche sollen am 12. Februar fortgesetzt werden.

rtr
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