PwC, Deloitte und Co.: Wirtschaftsprüfer wachsen mit zweistelligen Raten
PwC will im Geschäftsjahr 2023/24 erstmals die Marke von drei Milliarden Euro Gesamtleistung deutlich übertreffen
Foto: ReutersFrankfurt. Die großen deutschen Prüfungs- und Beratungsunternehmen zeigen sich inmitten der Konjunkturkrise überraschend stark. Nach Deloitte wagt auch Marktführer PwC einen optimistischen Ausblick aufs nächste Jahr und peilt eine zweistellige Wachstumsrate an. Das Geschäft werde weiterhin getrieben von langfristig angelegten Umbauprojekten der Wirtschaft zur Digitalisierung und Nachhaltigkeit, teilte PwC mit.
PwC will im Geschäftsjahr 2023/24 erstmals die Marke von drei Milliarden Euro Gesamtleistung deutlich übertreffen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/23 (bis Ende Mai) hatte die Prüfungsgesellschaft um zwölf Prozent auf 2,93 Milliarden Euro zugelegt. Die Gesamtleistung umfasst den verbuchten Umsatz sowie noch ausstehende Zahlungen aus Projekten.
„Es gab wohl nie einen größeren Handlungsdruck auf Unternehmen, nie waren die Anforderungen von Stakeholdern größer“, sagte PwC-Deutschlandchefin Petra Justenhoven am Dienstag bei der Präsentation der Ergebnisse. Internationale Krisen, technologische Disruption, Marktverschiebungen und eine neue Klimapolitik forderten die Unternehmen zugleich heraus.
Die Wirtschaftsprüfer PwC und Deloitte sind Gewinner der Rotation im Dax
Davon profitieren aus ihrer Sicht die Beratungen, die ein breites Spektrum an Dienstleistungen abdecken und neben Technologieberatung etwa auch Steuerexpertise im Paket anbieten. Deloitte-Deutschlandchef Volker Krug hatte sich vorige Woche in ähnlicher Richtung geäußert: „Wer unter Druck steht, der sucht Hilfe“, erklärte er die weiterhin hohe Nachfrage nach Beratungsleistungen.