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SchifffahrtZwei Schiffe in Cuxhaven kollidiert

Bei der Kollision wurde ein Offshore-Versorgungsschiff beschädigt, es tritt Treibstoff aus. Wie es zu dem Unfall kam und wie groß der Schaden ist, ist noch unklar. 23.07.2025 - 13:27 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Nach der Kollision: Ölsperren sind im Hafenbecken von Cuxhaven vor dem Offshore-Versorgungsschiff „Coastal Legend“ ausgelegt. Foto: Sina Schuldt/dpa

Bremen. Nach der Kollision zweier Schiffe im Hafen von Cuxhaven ist Treibstoff ins Wasser gelangt. „Wir haben im Moment nach unserer Einschätzung eine Menge von 6000 Litern Öl“, sagte eine Sprecherin des Havariekommandos. „Es gab auch schon mal mehr Öl im Hafen. Aber jeder Tropfen Öl, den wir im Wasser haben, ist zu viel.“

Die Besatzung blieb den Angaben nach unverletzt, der Schiffsverkehr auf der Elbe ist durch den Einsatz nicht beeinträchtigt.

Der Unfall ereignete sich morgens beim Einlaufen in den Vorhafen. Das 69 Meter lange Tankschiff „Capella“ stieß dabei mit dem 44 Meter langen Offshore-Versorgungsschiff „Coastal Legend“ zusammen. Die Wasserschutzpolizei ermittelt, wie es zu der Kollision kam. Der Umfang des entstandenen Schadens ist noch unklar.

Einsatzkräfte errichten Ölsperren

Beide Schiffe konnten nach Angaben des Havariekommandos im Hafen festgemacht werden und drohen nicht zu sinken. Bei dem Zusammenprall wurde das Offshore-Schiff beschädigt. Die Einsatzkräfte gehen von einem 80 Zentimeter langen Riss aus. Treibstoff trat aus, der roter Ölfilm schwimmt größtenteils unter den Stelzen des Lübbertkais.

Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks und der Feuerwehr errichteten Ölsperren. Mit speziellen Geräten – sogenannten Skimmern – versuchen sie, das Öl von der Wasseroberfläche zu entfernen. Ab fünf Kubikmetern Schadstoff – also 5000 Litern – sprechen die Experten von einem „komplexen Schadstoffunfall“. Dann übernimmt das Havariekommando die Einsatzleitung.

Cuxhaven: Einsatzkräfte bekämpfen mit sogenannten Skimmern das ausgelaufene Öl im Hafen. Foto: Sina Schuldt/dpa

Die Einsatzkräfte arbeiten mit Atemschutzmasken, um keine Dämpfe einzuatmen. Sie bemühten sich, den Großteil des Öls noch vor der Flut am Mittag zu entfernen, damit der Treibstoff vom Hafenbecken nicht weiter ins offene Meer gelangt. Die Besatzung eines Ölaufklärungsflugzeug erkundete die Einsatzstelle aus der Luft. Auch ein spezielles Ölfangschiff ist im Einsatz.

Öl könnte Ökosystem noch lange belasten

Die Umweltorganisation Greenpeace geht von einem größeren Schaden aus. „Nach dieser Kollision sind Umweltschäden unvermeidbar“, befürchtet Meeresbiologe Thilo Maack. „Tiere, die mit dem Öl in Kontakt kommen, werden vergiftet.“

Öl verhindere den Sauerstoffaustausch zwischen Wasser und Luft. So drohen wirbellose Tiere aus dem Plankton zu ersticken. „Bei Fischen können die Kiemen verkleben, Wasservögel verlieren ihre schützende Isolierschicht“, teilte Maack mit.

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Wenn das Öl nicht schnell genug abgeschöpft wird, könne das Ökosystem noch lange belastet sein. „Öl kann sich in Hafensedimenten ablagern und über Jahre Schadstoffe freisetzen“, erklärte der Greenpeace-Experte für Kriseneinsätze.

dpa
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