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Staatshilfe EU-Kommission genehmigt Milliarden-Finanzspritze an Air France

Frankreich will der angeschlagenen Air France mit Milliarden unter die Arme greifen. Die EU-Kommission gibt grünes Licht für die Staatshilfen.
04.05.2020 - 09:43 Uhr Kommentieren
Die Flieger der Air France können derzeit nicht starten. Quelle: AFP
Airline am Boden

Die Flieger der Air France können derzeit nicht starten.

(Foto: AFP)

Brüssel Frankreich darf der Fluggesellschaft Air France in der Coronakrise mit sieben Milliarden Euro in Form von Kreditgarantien und eines Kredits als Anteilseigner helfen. Die EU-Kommission billigte die Liquiditätshilfen am Montag unter anderem mit dem Hinweis, dass ohne staatliche Unterstützung die Insolvenz der Airline drohen könnte. Frankreich habe nachgewiesen, dass alle anderen Möglichkeiten, Geld an den Finanzmärkten aufzunehmen, geprüft und ausgeschöpft worden seien.

Genehmigt wurde zum einen eine staatliche Garantie von bis zu 90 Prozent für Darlehen von bis zu vier Milliarden Euro. Der nachrangige Kredit des französischen Staats als Anteilseigner sei nach den Regeln des EU-Vertrags gebilligt worden. Demnach ist Staatshilfe möglich, wenn sonst eine ernste Störung der gesamten Wirtschaft eines Mitgliedsstaats zu befürchten wäre, erklärte die EU-Kommission.

Der französische Staat ist mit 14,3 Prozent an der Gruppe Air France/KLM beteiligt, einer der größten Fluggesellschaften in Europa mit einer Flotte von mehr als 300 Flugzeugen. Wegen der Corona-Pandemie wird derzeit praktisch nicht mehr geflogen.

„Die Kommission kam zu dem Schluss, dass Air France ohne öffentliche Hilfe wegen des plötzlichen Einbruchs des Geschäfts wahrscheinlich das Risiko einer Insolvenz zu gewärtigen hätte“, erklärte die Behörde. „Das würde der französischen Wirtschaft wahrscheinlich ernsten Schaden zufügen.“

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