Benzinpreise: Dieselpreis steigt auf Rekordhoch – Wie Verbraucher an der Zapfsäule sparen können
Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Sonntags lag der Dieselpreis bei 1,555 Euro pro Liter – an einzelnen Tankstellen sogar höher.
Foto: dpaDüsseldorf. Während sich in Großbritannien vor den Tankstellen lange Schlangen bilden, bleiben sie in Deutschland aktuell eher leer, denn: Die Spritpreise sind teilweise so hoch wie nie zuvor. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Sonntags lag der Dieselpreis bei 1,555 Euro pro Liter, wie der ADAC am Montag mitteilte. Er übertraf damit den alten Höchststand von 1,554 Euro aus dem August 2012.
Auch Benzin nähert sich einem Höchststand an. Super der Sorte E10 lag am Sonntag bei 1,667 Euro pro Liter. Damit fehlen nur noch 4,2 Cent zum Rekord von 1,709 Euro am 13. September 2012.
Selbst innerhalb eines Tages schwanken die Preise erheblich. „Die Spritpreise an den Tankstellen ändern sich häufiger denn je“, sagt Andreas Hölzel, Unternehmenssprecher beim ADAC. Undurchsichtig für den Verbraucher, gut für den Verkäufer: „Der Grund für die Schwankungen ist, dass die Mineralölkonzerne versuchen, mit den häufigen Preissprüngen ihren Gewinn anzukurbeln.“
Der aktuelle Aufwärtstrend der Preise liegt in den hohen Energiekosten und Sonderfolgen der Corona-Pandemie begründet. Die Nachfrage nach Rohöl ist angesichts der Konjunkturerholung nach dem Einbruch in der Coronakrise groß. Eine CO2-Abgabe von sieben Cent pro Liter Benzin verteuert zusätzlich.