Energie: Gas made in Germany – Kommt die Renaissance für deutsches Erdgas?
Berlin, Düsseldorf. Die Bundesregierung will die heimische Gasförderung ausbauen – ein kürzlich mit den Niederlanden geschlossenes Abkommen über die gemeinsame Ausbeutung von Gasfeldern in der Nordsee markiert den ersten Schritt.
„Die Koalitionsparteien haben sich darauf verständigt, dass die Potenziale der konventionellen Gasförderung in Deutschland genutzt werden sollen“, sagte eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums. Diesem Zweck diene das Abkommen mit den Niederlanden.
Darin wird geregelt, dass das niederländische Unternehmen One-Dyas Gasfelder im deutsch-niederländischen Grenzbereich der Nordsee ausbeuten darf. One-Dyas-Chef Chris de Ruyter van Steveninck sagte dem Handelsblatt, sein Unternehmen könne von einer Bohrplattform auf der niederländischen Seite drei Lagerstätten in der Nordsee nutzen. „Eine ist bereits in Betrieb. Davon gehen 65 Prozent der Produktion in die Niederlande und 35 Prozent, die aus der deutschen Nordsee stammen, gehen nach Deutschland“, sagte de Ruyter van Steveninck.
Das Potenzial in der Nordsee sei allerdings noch viel größer. Um es zu nutzen, plant das Unternehmen den Bau einer weiteren Plattform. „Deutschland sollte alle seine vorhandenen Erdgasreserven nutzen“, forderte de Ruyter van Steveninck.