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Energie

Energie Windkraftwerke in der Nordsee produzieren deutlich mehr Strom

Die deutschen Offshore-Windkraftwerke haben in 2019 rund 24 Terawattstunden Strom geliefert – ein Plus von 21 Prozent. Das entspricht dem Bedarf von sieben Millionen Haushalten.
12.01.2020 - 09:07 Uhr Kommentieren
Die Kapazitäten zum Abtransport beim Netzbetreiber Tennet sollen bis 2025 auf 10.000 Megawatt steigen. Quelle: dpa
Offshore-Windpark in der Nordsee

Die Kapazitäten zum Abtransport beim Netzbetreiber Tennet sollen bis 2025 auf 10.000 Megawatt steigen.

(Foto: dpa)

Hamburg, Bayreuth Die Windkraftwerke in der Nordsee haben 2019 rund 21 Prozent mehr Strom geliefert als im Vorjahr. Insgesamt stieg die produzierte Menge auf 20,21 Terawattstunden (TWh), wie der Netzbetreiber Tennet in Bayreuth mitteilte. Dazu kommen noch 3,95 TWh aus der Ostsee, die nicht zum Versorgungsgebiet von Tennet gehört.

Insgesamt produzierten die deutschen Offshore-Windkraftwerke somit fast 24,2 TWh Strom, im Vergleich zu 19,1 TWh im Vorjahr. Damit könnte rechnerisch der Stromverbrauch von mehr als sieben Millionen Haushalten gedeckt werden. Zur gesamten Windstrom-Produktion in Deutschland von 122 TWh steuert Offshore somit 19,8 Prozent bei.

Die Kapazitäten in der Nordsee, also die Leistung der dort installieren Windräder, erhöhten sich von 5313 auf 6436 Megawatt. Diese theoretische Kapazität wird in der Praxis jedoch nicht ausgeschöpft, weil nicht alle Windkraftwerke gleichzeitig auf vollen Touren laufen. Der Maximalwert für die Einspeiseleistung lag am 5. Dezember bei 6077 Megawatt. Das entspricht der Leistung von sechs bis sieben großen Kohle- oder Kernkraftwerken.

Im Durchschnitt eines Jahres können Offshore-Windkraftwerke nach Angaben aus der Branche rund 60 Prozent ihrer Leistung ausschöpfen; der Rest geht durch Stillstände bei Wartung und Reparaturen, Abregelungen und Windflauten verloren. Durch technologischen Fortschritt wie Wasserstoff-Erzeugung und Windenergie-Verteilkreuze könnte diese Ausbeute mittelfristig steigen. Unter den gegenwärtigen Bedingungen ersetzt die Offshore-Windenergie etwa vier konventionelle Großkraftwerke.

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    Die Kapazitäten von Tennet zum Abtransport des Nordsee-Stroms ans Festland liegen mit 7132 Megawatt deutlich höher als die Produktion. Die Zielmarke der Bundesregierung von 6500 Megawatt für 2020 ist damit übertroffen. „Mit den drei weiteren Offshore-Netzanschlüssen in der Umsetzung werden wir im Jahr 2025 in Deutschland rund 10.000 Megawatt in der Nordsee bereitstellen“, sagte Geschäftsführer Tim Meyerjürgens. Auch den Netzausbau an Land treibe Tennet konsequent voran.

    Mehr: Stromverbrauch und CO2-Fußabdruck der Digitalbranche sind riesig: Google, Microsoft und die Streamingdienste geraten unter Druck. Davon profitiert die Erneuerbaren-Branche.


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    • dpa
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