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EnergiewendeSiemens-Tochter baut Mega-Batteriespeicher für Strom

Aus dem Handelsblatt-Archiv: Mega-Batteriespeicher für Strom sind noch die Ausnahme, werden aber wegen der Energiewende dringend für die Netzstabilität gebraucht. Auch Verbraucher dürften profitieren.Kathrin Witsch 20.01.2023 - 08:53 Uhr Artikel anhören

So könnte der Fluence-Netzbooster in Süddeutschland aussehen.

Foto: Handelsblatt

Düsseldorf. Obwohl Deutschland mitten in der Energiekrise steckt, stehen täglich viele Windräder still. Sie werden gestoppt, wenn sie mehr Strom produzieren, als das Netz vertragen kann. Das kostet den Stromverbraucher viel Geld: 2021 lagen die sogenannten Redispatch-Kosten für solche Sicherheitsmaßnahmen bei rund 2,3 Milliarden Euro. 

In Zukunft könnte sich das ändern. Schon in zweieinhalb Jahren soll der weltweit größte Batteriespeicher im Nordosten Baden-Württembergs den Betrieb aufnehmen. Über eine Fläche von 4,5 Fußballfeldern sollen sich Lithium-Ionen-Batterien mit einer Leistung von 250 Megawatt in mehreren Containern dann neben dem Umspannwerk in Kupferzell erstrecken. 

Es ist das erste der sogenannten „Netzbooster“-Projekte der Übertragungsnetzbetreiber, die dabei helfen sollen, die Stromversorgungswege bei immer mehr Erneuerbaren stabil zu halten. „Es ist keine Pilotanlage, aber für Deutschland etwas ganz Neues“, sagt Markus Meyer, Chef des Speicherherstellers Fluence im Gespräch mit dem Handelsblatt. Die Siemens-Tochter wird den Großspeicher in Kupferzell bauen. Betreiben wird ihn der zuständige Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW. 

Der riesige Batteriespeicher soll als Reserve dienen

Stand jetzt müssen die Übertragungsnetzbetreiber zu jeder Zeit Reserven vorhalten, um mögliche Ausfälle zu kompensieren. Auch wenn die am Ende gar nicht eintreten. „Weil der Netzbooster dann aber als Reserve fungiert, kann die existierende Infrastruktur höher ausgelastet werden“, erklärt Meyer. Windkrafträder könnten so länger laufen und würden seltener abgeriegelt. „Das hilft Gesellschaft und Wirtschaft auf dem Weg zur angestrebten Klimaneutralität“, ist TransnetBW-Chef Werner Götz überzeugt.

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