Margin Call: Weshalb Energiekonzerne Milliarden für Gas hinterlegen müssen
Margin Calls zu Strompreisen und Gaspreisen bereiten vielen Stadtwerke-Chefs derzeit schlaflose Nächte.
Foto: HandelsblattDüsseldorf. Man könnte meinen, die Rekordpreise für Gas- und Stromeinkäufe seien für Deutschlands Energieversorger Belastung genug. Stadtwerke und andere Lieferanten müssen Energie zu einem Vielfachen dessen einkaufen, was sie noch vor einem Jahr bezahlt haben. Von ihren Kunden bekommen sie aber oft noch niedrige Preise aus Bestandsverträgen. Dass schon diese Situation viele Stadtwerke in Zahlungsschwierigkeiten bringen kann, leuchtet ein.
Doch es gibt ein zweites Problem, das jetzt selbst die vorausschauendsten Versorger an ihre Grenzen bringt. Es trifft sogar jene, die frühzeitig mit langfristigen Lieferverträgen sichergestellt haben, dass sie ihre Kunden wie versprochen beliefern können und dass ihnen das Geld nicht so schnell ausgeht. Die große Herausforderung, die vielen Stadtwerke-Chefs derzeit schlaflose Nächte bescheren dürfte, heißt: Margin Call.
Margin Call: So sichern Energiekonzerne und Energieversorger den Kauf von Gas und Strom ab
Der Begriff, der früher hauptsächlich Börsenprofis etwas anging, ist jetzt in aller Munde. Er spielt eine zentrale Rolle in der zunehmenden Energiekrise, er verlangt dem Staat Milliarden ab. Aber wie genau funktioniert der Margin Call in der Energiebranche?