Nach dem Milliarden-Deal: Viessmann erwägt Klima-Tech-Fonds zu gründen
Von Wegbegleitern des Firmenchefs ist immer wieder zu hören, dass Max Viessmann sich für Innovationen und deren Finanzierung begeistert.
Foto: IMAGO/Rene TrautDüsseldorf, Frankfurt. Der Chef des hessischen Heizungsbauers Viessmann erwägt die Gründung eines neuen Klimatech-Fonds. Das erfuhr das Handelsblatt von drei Personen aus dem Umfeld des Unternehmens. Demnach könnte ein großer Teil des Geldes, das Viessmann für den Verkauf seines Kerngeschäfts in die USA erhält, in einen Fonds fließen, über den Viessmann sich an Start-ups beteiligen könnte, die sich dem Kampf gegen die Erderwärmung verschrieben haben.
Viessmann veräußert seine Sparte „Klimalösungen“ an den US-Konzern Carrier, wie im April bekannt geworden war. Carrier zahlt dafür zwölf Milliarden Euro an Viessmann. Einen Teil dieses Kaufpreises soll Firmenchef Max Viessmann in Aktien erhalten. Den Rest – 9,6 Milliarden Euro – bekommt er ausgezahlt.
Wie genau Viessmann dieses Geld einsetzen will, steht wohl noch nicht fest. Thematisch hat sich Max Viessmann aber schon festgelegt. Im Handelsblatt-Interview sagte er jüngst: „Wir werden mit der Viessmann Group beispielsweise in Technologien und Unternehmen investieren, die vor allem CO2-Emissionen reduzieren, vermeiden oder der Atmosphäre CO2 entziehen, etwa durch Aufforstung.“