Solarenergie: Trends der Photovoltaik: Schwimmende Solarkraftwerke stehen vor dem Durchbruch
Seit Mai liefert die schwimmende Solaranlage im Ruhrgebiet Strom für den Industriekonzern Quarzwerke.
Foto: HandelsblattHaltern am See. Auf dem 75 Hektar großen Silbersee in Haltern wirkt der auf dem Wasser schwebende Solarpark fast schon klein. Dabei ist er mit seinen 5800 Solarmodulen der größte seiner Art in Deutschland. 25 Kilometer Kabel verbinden das Kraftwerk mit dem Netz. Seit Ende Mai liefert die schwimmende Solaranlage auf dem Gelände der ehemaligen Quarzsandgrube Strom – bis zu drei Millionen Kilowattstunden pro Jahr.
Das entspricht dem durchschnittlichen Verbrauch von 650 Haushalten. Und das ganz ohne staatliche Förderung.
„In Europa steht die Entwicklung noch ganz am Anfang, aber bei den aktuellen Strompreisen rechnet sich Floating Solar (Englisch für schwimmende Solaranlagen, Anm. d. Red.) für den Eigenverbrauch schon jetzt“, ist Andrea Grotzke überzeugt. Die Volkswirtin leitet das Geschäft globale Energielösungen bei dem bayerischen Entwickler Baywa Re. Das Potenzial schwimmender Solaranlagen in Deutschland sei „riesig“. Auch wenn der Trend gerade erst anzieht.
Schwimmende Solarkraftwerke: Baywa Re und Fraunhofer ISE sehen großes Potenzial in Deutschland
Die größten Floating Solarparks schippern in China. Aber in den Niederlanden und Deutschland steigt das Interesse. Gerade in dicht besiedelten Ländern mit begrenzter Fläche können die schwimmenden Anlagen dringend benötigten Grünstrom zusätzlich zur Verfügung stellen.