1. Startseite
  2. Unternehmen
  3. Handel + Konsumgüter
  4. China Resources Beer: AB Inbev verkauft China-Geschäft

China Resources BeerAB Inbev verkauft China-Geschäft

Auch Chinesen sind auf den Bier-Geschmack gekommen: Mit der Übernahme des China-Geschäfts, das zuvor im Besitz der Brauerei SABMiller war, steigt China Resources zum Marktführer in der Volksrepublik auf. 02.03.2016 - 11:52 Uhr Artikel anhören

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Ministerpräsident von China, Li Keqjang, trinken ein Bier zusammen. In der Volksrepublik steigt China Resources Beer zum neuen Marktführer auf.

Foto: dpa

Hongkong. Die Brauerei China Resources Beer rückt durch eine Übernahme zum Marktführer in der Volksrepublik auf. China Resources zahlt 1,6 Milliarden Dollar für den Anteil des Brauereikonzern SABMiller an dem Gemeinschaftsunternehmen Snow, wie das vom Staat unterstützte Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Das ist halb so viel wie Analysten erwartet hatten. Mit dem Schritt könnte sich SABMiller vor der Übernahme durch Anheuser Busch die Zustimmung der chinesischen Behörden sichern. Snow ist gemessen am Ausstoß die weltweit größte Brauerei. Die Aktien von China Resources schnellten um ein Viertel in die Höhe und notierten so hoch wie seit fünf Jahren nicht.

Das französische Traditionsunternehmen BGI / Groupe Castel verkauft nicht nur Bier, sondern auch Wein und Soft Drinks. Insbesondere in Afrika sind die Franzosen mit ihren Marken Castel und Flag gut aufgestellt.

Ausstoß: 29,8 Millionen Hektoliter

*Quelle: Barth-Haas Group/Statista, alle Zahlen für 2014

Foto: www.groupe-castel.com

Die Japaner haben durchaus Sinn für ausgefallene Bierkreationen, entwarfen vor wenigen Jahren ein Frozen Beer. Obwohl die Brauerei, die zum Industriekonglomerat Mitsubishi gehört, ihre Vormachtstellung auf dem Heimatmarkt vor zehn Jahren an Asahi abtreten musste, ist sie global führend.

Ausstoß: 43,1 Millionen Hektoliter

Foto: Reuters

Yanjing ist der Durchstarter in Asien. In rasantem Tempo hat sich das Kleinunternehmen zu einem mächtigen Konzern im asiatischen Raum entwickelt. Die Gründung der Brauerei liegt nur gut 30 Jahre zurück.

Ausstoß: 48,3 Millionen Hektoliter

Foto: Imago

Die Erfinder des Dosenbiers sind auch international längst eine Größe. 2012 übernahm das Unternehmen die tschechische Brauereigruppe StarBev, zu der auch Staropramen gehört. Dadurch gehören die Amerikaner vor allem in Osteuropa zu den führenden Brauern.

Ausstoß: 58,1 Millionen Hektoliter

Foto: ap

Die Chinesen haben ihren Einfluss in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut. Als einer der Hauptsponsoren der olympischen Spiele von 2008 in Peking hat sich Tsingtao fest etabliert. Bereits seit 1972 vertreibt die Firma ihre Produkte auch in den USA.

Ausstoß: 70,5 Millionen Hektoliter

Foto: ap

Dieses Unternehmen setzt auf Kompetenz aus Europa: Das Joint Venture aus dem chinesischen Unternehmen CR Enterprise und SAB-Miller aus Großbritannien produziert die Marke „Snowbeer“ für den chinesischen Markt. Und das durchaus erfolgreich. Wächst die Marke weiter wie bisher, dürfte bald im Ranking aufsteigen.

Ausstoß: 117,4 Millionen Hektoliter

Foto: Imago

Die Dänen haben sich längst von einer regionalen Marke zum Global Player entwickelt. Zu Carlsberg gehören auch die deutsche Kultmarke Astra sowie Lübzer und Holsten.

Ausstoß: 120,3 Millionen Hektoliter

Foto: dpa

Die Welt trinkt Heineken, möchte man meinen. Die Marke hat sich international längst etabliert. Heineken ist auch an den deutschen Marken Kulmbacher und Paulaner beteiligt.

Ausstoß: 188,3 Millionen Hektoliter

Foto: Reuters

Die britische Brauerei ist berühmt-berüchtigt für das „Miller“. Die ur-amerikanische Marke gehört seit 2002 zum SAB-Miller-Konzern und hat sich die australische Traditionssorte Foster's einverleibt. Bald wird SAB Miller jedoch selbst übernommen – durch den Bier-Riesen AB Inbev

Ausstoß: 191,3 Millionen Hektoliter

Foto: Reuters

Der amerikanisch-belgisch-brasilianische Brauriese kann seinen Marktenteil weiter steigern. Mittlerweile stammt jedes fünfte Bier, das weltweit verkauft wird, aus dem Konzern. Die bekannteste deutsche Marke im Portfolio ist Beck's. Mit der Übernahme von SAB Miller wird AB Inbev den Biermarkt noch stärker als ohnehin auf sich konzentrieren.

Ausstoß: 409,9 Millionen Hektoliter

Foto: dapd

Weltmarktführer Anheuser Busch InBev will SABMiller für etwa 100 Milliarden Euro kaufen. Um die Zustimmung der Wettbewerbsbehörden zu sichern, hat Anheuser Busch bereits einen großen Teil des US-Geschäfts abgestoßen, SABMiller stellte mehrere europäische Marken zum Verkauf.

Sollte der Zusammenschluss des Herstellers von Bieren wie Beck's, Budweiser und Corona mit der Nummer zwei der Branche über die Bühne gehen, würde nahezu jedes dritte Bier weltweit aus einem Hause kommen. Konkurrenten wie Heineken und Carlsberg wären klar abgeschlagen.

rtr
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt