Duft- und Geschmackstoffhersteller: Wirtschaftswunder der 2010er-Jahre: Warum der unbekannte Dax-Neuling Symrise seit Jahren wächst
Der Produzent von Aromen und Duftstoffen wächst seit Jahren.
Foto: SymriseDüsseldorf. Ob Chips, Parfum oder Hundefutter: Mit den Produkten von Symrise kommen Verbraucher 20- bis 30-mal pro Tag in Kontakt. Der Dax-Konzern stellt Duft- und Geschmacksstoffe her, sorgt also dafür, dass Zahnpasta nach Minze oder Eis nach Vanille schmeckt. Kaum ein Kosmetik- oder Nahrungsmittelhersteller kommt ohne die Zulieferungen von Symrise aus, doch in der Öffentlichkeit ist die Firma kaum bekannt.
Dabei ist sie ausgesprochen erfolgreich. Seit 2006 wächst der Umsatz im Schnitt jährlich um fast acht Prozent. Mit einer stabilen Ebitda-Marge von um die 20 Prozent ist Symrise selbst in der Coronakrise hochprofitabel. Nach dem Aufstieg in den Dax im Herbst wird der Konzern diesen Dienstag erstmals seine Jahreszahlen in der obersten Börsenliga präsentieren.
„Es wird keine Enttäuschungen geben“, sagte Symrise-Chef Heinz-Jürgen Bertram dem Handelsblatt – und neigt zur Zurückhaltung. Analysten rechnen mit einem Umsatz von 3,8 Milliarden Euro, das wäre erneut ein Plus von fast acht Prozent.
Dem Unternehmen mit Sitz im beschaulichen Holzminden in Niedersachen und seinen 10.000 Beschäftigten ist ein Aufstieg gelungen, der nicht oft gelingt – es ist so etwas wie ein kleines deutsches Wirtschaftswunder der 2010er-Jahre. „Bei Symrise läuft es sehr gut, es ist fast schon eine Perle der deutschen Wirtschaft“, sagt Rechtsanwalt Alexander von Vietinghoff-Scheel, der den Konzern für die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) beobachtet.