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PwC-StudieChinas Einfluss auf die Häfen Südostasiens wächst

China gewinnt durch seine Investitionen an strategischem Einfluss in der Region. Das betrifft auch deutsche Unternehmen, die in der Region aktiv sind. 28.01.2025 - 10:14 Uhr Artikel anhören
Die Häfen in Südostasien stehen oft unter chinesischer Kontrolle. Foto: dpa

Hamburg/Düsseldorf. Europäische Unternehmen sind einer Studie zufolge auf eine Zusammenarbeit mit China angewiesen, wenn sie auf Märkte in Südostasien ausweichen. Ein Grund sei die Kontrolle Chinas über Häfen der Region, wie es im „Transport & Logistics Barometer“ des Wirtschaftsprüfers PwC Deutschland heißt. Die Studie, die Fusionen und Übernahmen im weltweiten Transport- und Logistiksektor untersucht, liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Mittel- bis langfristig könne die Annahme täuschen, dass über Investitionen in Südostasien eine höhere Unabhängigkeit von China erreicht werde, sagte André Wortmann, der Leiter des maritimen Kompetenzzentrums von PwC Deutschland in Hamburg.

Der Studie zufolge gewinnt China über Direktinvestitionen, Fusionen und Übernahmen an strategischem Einfluss in Südostasien. Unter anderem stehe das Vorhaben zum Bau eines modernen Tiefwasserhafens in Myanmar mehrheitlich unter chinesischer Kontrolle.

Der geplante Hafen in Kyaukphyu, der einen Zugang zum Indischen Ozean ermöglichen soll, sei zentrales Vorhaben der chinesischen Investitionsstrategie einer „Neuen Seidenstraße“. Auch ein Hafen in Kyaukphyu(Muara) werde mehrheitlich von China kontrolliert.

Minderheitsbeteiligungen Chinas gebe es an Häfen in Singapur, Malaysia und Thailand. In Vietnam, Kambodscha, Indonesien und auf den Philippinen investiere China ebenfalls in Häfen.

Zahl der Fusionen dürfte zunehmen

Die Studie befasst sich nicht allein mit der Entwicklung in Südostasien. Im weltweiten Transport- und Logistiksektor zählten die Autoren im vergangenen Jahr 199 angekündigte Fusionen und Übernahmen, die einen Wert von mindestens 50 Millionen US-Dollar (etwa 48 Millionen Euro) aufwiesen. 

Das sind sechs Transaktionen mehr als im Jahr zuvor. Trotz des Anstiegs bewegt sich die Zahl auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau: Zwischen 2018 und 2022 zählten die Autoren nie weniger als 223 Transaktionen. Übernahmen und Fusionen erlauben Rückschlüsse über die Dynamik eines Sektors.

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dpa
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