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AutosBMW setzt auf Range Extender in großen Modellreihen

Nicht nur in China gewinnen Autos an Bedeutung, die Benzin verbrennen, aber von einem Elektromotor angetrieben werden. BMW könnte die Technologie darum in beliebten Modellen einsetzen. 27.11.2025 - 08:30 Uhr Artikel anhören
BMW-Logo: Fahren Modelle von BMW bald auch mit Range Extender. Foto: REUTERS

München. BMW prüft den Einsatz sogenannter Range-Extender-Motoren (REEV) für ausgewählte Modelle. Das berichtet die Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag unter Berufung auf Insider. Gerade in China sind die sogenannten REEV-Modelle sehr gefragt, weil sie mehr Reichweite versprechen als Elektromodelle ohne zusätzlichen Benzinmotor.

Bei Reichweitenverlängerern treibt der Verbrennungsmotor nicht die Räder an, sondern dient ausschließlich als Stromerzeuger für eine kleinere Batterie. Angetrieben wird das Auto dann durch einen zusätzlichen Elektromotor.

BMW erwägt dem Bericht zufolge, das SUV X5 sowie die 7er-Limousine mit einem kleinen Verbrenner als integriertem Generator auszurüsten. Die großen Baureihen böten laut Insidern ausreichend Bauraum, um die Technik zu integrieren. Die Münchener wären damit der erste deutsche Hersteller, der Reichweitenverlängerer im Premiumsegment anbietet. In Europa ist die Technologie bislang kaum verbreitet. Offiziell äußert sich BMW nicht zum Bloomberg-Bericht.

Strategische Antwort auf schwächelnde China-Verkäufe

BMW und andere deutsche Hersteller kämpfen derzeit mit schwacher Nachfrage in China. Sie verlieren Marktanteile an lokale Marken wie BYD, Li Auto oder Aito, die Range-Extender-Modelle erfolgreich platzieren. Die Technologie erfreut sich dort besonders bei großen SUVs steigender Beliebtheit.

Auch in den USA wächst der Markt. Kunden bevorzugen große Fahrzeuge und legen oft lange Strecken zurück. Gerade die Langversionen von BMW-Modellen für die USA und China gelten laut Branchenkreisen als prädestiniert für einen Einsatz der Technologie.

Antriebstechnik

Autos mit Range-Extender boomen – VW, BMW und Mercedes verpassen den Trend

BMW fertigt zentrale Komponenten wie kleine, effiziente Verbrenner und Getriebe bereits selbst – ein Kostenplus, das die Einführung wirtschaftlich attraktiver machen dürfte.

Offiziell äußert sich der Konzern zurückhaltend. Man analysiere „kontinuierlich Nutzungsmuster, Kundenbedürfnisse und Marktentwicklungen“, teilte BMW gegenüber Bloomberg auf Anfrage mit.

Wettbewerb zieht nach – Technologie wird strategisch relevant

Nicht nur BMW denkt über die Erweiterung seiner Antriebspalette nach. Stellantis bringt mit dem Ramcharger einen Pick-up mit Reichweitenverlängerer auf den US-Markt. Volkswagens US-Tochter Scout plant ebenfalls robuste Range-Extender-SUVs für die kommenden Jahre.

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Und auch Renault prüft die Integration der Technologie in die künftige Modellstrategie. Für mittelgroße und große Fahrzeuge sei es „unsinnig, reine Elektroantriebe zu erzwingen“, erklärte zuletzt Renault-Topmanager François Provost.

Erstpublikation: 25.11.2025, 13:01 Uhr.

Bloo, bay
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