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Dax-KonzernMTU-Chef Wagner scheidet Ende 2025 aus – Rückkehr zu Airbus

Lars Wagner will seinen Vertrag bei dem Triebwerkszulieferer MTU Aero Engines nicht verlängern. Stattdessen übernimmt er die Führung der Verkehrsflugzeug-Sparte bei seinem alten Arbeitgeber.Gregor Waschinski 30.10.2024 - 20:32 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Das Logo des Triebwerkherstellers MTU Aero Engines: Der derzeitige Vorstandschef Lars Wagner wechselt spätestens Anfang 2026 zu Airbus. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Paris. Airbus bereitet einen Wechsel an der Spitze seiner Verkehrsflugzeugsparte vor: Lars Wagner, derzeit Vorstandschef des deutschen Triebwerksbauers MTU Aero Engines, soll spätestens Anfang 2026 den wichtigsten Geschäftsbereich bei dem europäischen Luftfahrtkonzern übernehmen. Der 49-jährige Wagner soll auf den 62-jährigen Christian Scherer folgen, der nach dem Ende seiner Amtszeit in den Ruhestand gehen dürfte.

Airbus-Chef Guillaume Faury bezeichnete Wagner in einer Telefonkonferenz mit Journalisten am Mittwochabend als „großartige Ergänzung“ für das Führungsteam des Konzerns. Scherer erklärte, der MTU-Chef sei „die natürliche Wahl als mein Nachfolger“. Wagner hatte lange für Airbus gearbeitet, ehe er 2015 zu dem Triebwerkshersteller wechselte und dort erst zum Technikvorstand und im Januar 2023 dann zum Vorstandsvorsitzenden aufstieg.

Wagner arbeitete lange bei Airbus

Kurz vor der Bekanntgabe der Personalie durch Faury hatte MTU überraschend mitgeteilt, dass Wagner seinen im Dezember 2025 auslaufenden Vertrag nicht verlängern werde. „Als passionierter Luftfahrer werde ich nach zehn Jahren meine berufliche Heimat MTU verlassen und eine neue Aufgabe in der Branche übernehmen“, wurde Wagner zitiert.

Airbus stellt sich offenbar darauf ein, dass der in München ansässige Triebwerkslieferant seinen Chef nicht früher ziehen lassen wird. Faury sagte, man rechne mit Wagner „am Ende seines Mandats“ bei MTU. Bis dahin wolle er mit Scherer „weiter effizient zusammenarbeiten“.

Der Aufsichtsrat habe die Entscheidung über den künftigen Chef bei den Passagierflugzeugen bewusst mit einigem Vorlauf getroffen, sagte Faury. Das Vorgehen erlaube einen „strukturierten Plan“ für die Nachfolge von Scherer, der Wagner bei der Amtsübernahme unterstützen werde. „Lars und Christian kennen sich gut, es wird ein reibungsloser Übergang sein.“

Faury trat Befürchtungen entgegen, dass der Personalwechsel für Unruhe in der Sparte sorgen könnte. Die Auftragsbücher von Airbus sind bei den Passagierflugzeugen zwar prall gefüllt, allerdings hat der Konzern Schwierigkeiten, die Produktion hochzufahren. Seit der Pandemie gibt es Probleme in den Lieferketten, insbesondere bei Triebwerken.

Faury soll Airbus über 2025 hinaus führen

Airbus hatte sein Auslieferungsziel für dieses Jahr im Sommer von 800 auf 770 Flugzeuge verringert. Am Mittwochabend bestätigte Faury dieses Ziel. „Die Auslieferungen sind stärker nach hinten verlagert, als wir gedacht hatten“, sagte er.

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Im dritten Quartal 2024 stieg der Umsatz von Airbus um 5,4 Prozent auf 15,7 Milliarden Euro. Unterm Strich fuhr der Konzern zwischen Juli und September einen Nettogewinn von 983 Millionen Euro ein, 22 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Belastet wird das Ergebnis aber von Schwierigkeiten im Raumfahrtgeschäft, wo das Unternehmen fast eine Milliarde Euro abschreiben musste und einen Stellenabbau plant.

Der Aufsichtsrat beschloss am Mittwoch auch, dass der 56-jährige Faury über 2025 hinaus als Vorstandsvorsitzender bleiben soll. Faury hatte lange auch die Verkehrsflugzeugsparte von Airbus in Personalunion geführt. Im vergangenen Jahr hat er diese Führungsposition aber an Scherer abgegeben, um sich stärker strategischen Fragen für das gesamte Unternehmen zu widmen.

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