Elektromobilität: Bei Tesla in Grünheide ist die Auslastung hoch – aber die Stimmung mies
Inzwischen produziert der E-Autobauer bei Berlin 3000 Fahrzeuge pro Woche.
Foto: IMAGO/Future ImageBerlin. Der US-Elektroautobauer Tesla bestätigte erstmals gegenüber dem Tagesspiegel Background, dass ab Januar 2023 der Drei-Schicht-Betrieb für das Werk eingeführt wird. Die Fabrik hatte erst im März 2022 die Produktion aufgenommen. Außerdem bestätigte Tesla, dass in der Gigafactory Berlin-Brandenburg aktuell bereits 8500 Beschäftigte arbeiten, eine neue Rekordmarke und deutlich mehr als bislang bekannt.
Zuletzt war von 7000 Jobs die Rede. Damit ist Tesla zum mit Abstand größten Industriearbeitgeber und größten Ausbildungsbetrieb der Hauptstadtregion geworden. Mit 8500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat Tesla die Fabrik schneller hochgefahren als es selbst Brandenburgs Regierung in der kurzen Zeit erwartet hätte. Es dürfte für ein Industrieunternehmen in Deutschland ziemlich einmalig sein, obgleich die internen Ziele bei Tesla wohl noch ehrgeiziger waren.
Das steht im Kontrast zu einem Bericht des Online-Portals „Wired“, wonach Tesla angeblich nicht genügend Mitarbeiter für seine deutsche Fabrik findet, niemand für Elon Musk arbeiten wolle, das Werk massenhaft Mitarbeiter verliere. Musk hat der Marke Tesla zuletzt erheblichen Schaden zugefügt. Nach der Übernahme des Kurznachrichtendienstes Twitter irritierte er Investoren und interessierte Kunden mit erratischen bis extremen politischen Äußerungen. Der Kurs der Tesla-Aktie befindet sich seit Monaten im freien Fall.