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EnergieThyssen-Krupp-Chefin: Müssen „Putin klare Kante zeigen“

Martina Merz unterstützt die Pläne der Politik, sich von russischer Energie unabhängig zu machen. Einen abrupten Importstopp lehnt die Managerin jedoch ab. 02.04.2022 - 11:33 Uhr Artikel anhören

Die Vorstandvorsitzende will die Entwicklung der klimaneutralen Produktion von Wasserstoff vorantreiben.

Foto: dpa

Düsseldorf. Die Vorstandsvorsitzende von Thyssen-Krupp, Martina Merz, stellt sich hinter die Linie der Bundesregierung gegen Russlands Präsidenten Wladimir Putin. „Wir unterstützen die Pläne der Politik, sich so schnell wie möglich ganz von russischer Energie zu lösen. Selbst wenn das teuer wird und viele Unternehmen vor große finanzielle Herausforderungen stellt“, sagte Merz dem „Spiegel“. „Es geht jetzt erst einmal nur darum, Putin klare Kante zu zeigen, als vereintes Wirtschaftssystem.

Einen abrupten Importstopp für russisches Gas lehnt Merz allerdings ab: „Ein Mindestbezug aus Russland ist in den kommenden Monaten unverzichtbar.“ Ansonsten drohe die Wirtschaft „regelrecht zu implodieren“.

Das würde auch die Finanzierung der grünen Transformation infrage stellen. Sollte Russland seinerseits die Gaslieferungen stoppen und es zu einem Versorgungsengpass kommen, müssten Produktionsanlagen geordnet heruntergefahren werden, weil sie sonst möglicherweise teilweise zerstört würden, sagte Merz.

Der Industrie- und Stahlkonzern arbeitet nach eigenen Angaben daran, unabhängiger von Rohstoffen aus Russland zu werden. „Für die russische Kohle haben wir relativ schnell Alternativen finden können, sie wird schrittweise durch amerikanische, kanadische und australische Lieferungen ersetzt“, sagte die Thyssen-Krupp-Chefin.

Den Umbau ihres Unternehmens auf klimaneutrale Produktion mit „grünem“ Wasserstoff will Merz infolge des Krieges beschleunigen. „Tempo ist gefragt, weil wir von einer stark steigenden Nachfrage nach Energie ausgehen. Deutschland muss diese Krise also nutzen, um schnell auf nicht fossile Energieträger wie Wasserstoff umzusteigen.“ Dafür müsse die Politik allerdings schneller werden.

Mit „grünem“ Wasserstoff, der ohne CO2-Emissionen auf Basis erneuerbarer Energien hergestellt wird, soll der riesige Transformationsprozess etwa der deutschen Stahl- und Chemieindustrie ermöglicht werden.

dpa
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