Justizaffäre: US-Investor fordert Schadensersatz in Milliardenhöhe von NRW
Düsseldorf. Was einst als Steuerprüfung begann, entwickelt sich zum diplomatischen Konflikt. Der US-Unternehmer Daniel Starr fordert vom Land Nordrhein-Westfalen Schadensersatz in Milliardenhöhe. Seine Anwälte werfen der Staatsanwaltschaft Bonn massive Rechtsverstöße vor.
Starr wurde im November 2022 in Paris verhaftet – aufgrund eines Haftbefehls aus Bonn. Nach drei Tagen kam er gegen eine Kaution von zwei Millionen Euro wieder frei. Vier Wochen später erklärte das Landgericht Bonn den Haftbefehl für rechtswidrig.
Die Bonner Staatsanwaltschaft führt das Verfahren bis heute fort – inzwischen seit fünf Jahren. Eine Anklage aber gibt es nicht. Ein Sprecher der Behörde sagte auf Anfrage, das Verfahren laufe weiter. Man suche sowohl nach belastenden wie nach entlastenden Beweisen. Das Handelsblatt hatte vor einer Woche über den Fall berichtet, nun gibt es neue Entwicklungen.