Kampf gegen die Pandemie: Moderna stärker als Biontech: Warum die Covid-Impfstoffe unterschiedlich lange schützen
Der Moderna-Impfstoff ruft eine tendenziell stärkere Immunantwort hervorruft als das Biontech-Vakzin.
Foto: dpaFrankfurt. Bei der Frage, wie wirksam verschiedene Corona-Impfstoffe über einen längeren Zeitraum sind, spielt neben der Technologie offenbar auch die jeweilige Dosierung eine erhebliche Rolle. Indizien dafür lieferten in den vergangenen Tagen und Wochen diverse Studien, Analysen und auch Statistiken zum Infektionsgeschehen.
Die jüngsten Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) zu den Infektionsfällen bei vollständig geimpften Personen sprechen dafür, dass die Schutzwirkung letztlich bei allen Vakzinen im Laufe der Zeit nachlässt – dies aber offenbar mit unterschiedlicher Geschwindigkeit und Intensität.
So ist der Anteil der Impfdurchbrüche an der Gesamtzahl der seit Anfang Februar registrierten Covid-Infektionen mit Symptomen in den vergangenen Wochen überproportional gestiegen – von 1,1 Prozent Anfang August auf gut 1,8 Prozent am 25. August. Betrachtet man nur die letzte Augustwoche, entfielen bereits 16 Prozent aller Neuinfektionen auf Personen mit vollständiger Impfung.
Corona-Infektion trotz Impfschutz: Die Covid-19-Impfstoffe im Vergleich
Die Daten offenbaren im Detail deutliche Unterschiede zwischen den vier zugelassenen Vakzinen. So ist die Zahl der Impfdurchbrüche in Relation zu der Zahl der Geimpften beim Covid-Impfstoff von Biontech (Comirnaty) mit 0,033 Prozent gut doppelt so hoch wie beim Moderna-Vakzin mRNA-1273 (Spikevax).