Pharmaindustrie: Boehringer Ingelheim hofft auf neues Lungenmedikament
Frankfurt. Der deutsche Pharmakonzern Boehriger Ingelheim hofft auf neue Milliardenumsätze mit einem Lungenmedikament. Ein neuer Wirkstoff gegen die Vernarbung der Lunge (medizinisch: Lungenfibrose) gehört derzeit zu den großen Hoffnungsträgern der Firma.
Am Montag präsentierte das Unternehmen die detaillierten Ergebnisse der Zulassungsstudien des Medikamentenkandidaten mit dem Namen Nerandomilast auf dem weltweit größten Fachkongress der Lungenfachärzte in San Francisco.
Ein Termin, zu dem auch Boehringer-Pharmachef Shashank Deshpande an die US-Westküste gereist ist – denn das Mittel könnte eines der kommenden Topprodukte des Familienunternehmens aus dem rheinland-pfälzischen Ingelheim am Rhein werden.
Deshpande, 52, gebürtiger Heppenheimer mit indischen Wurzeln, übernimmt ab Juli zusätzlich zu seiner aktuellen Funktion auch den Vorsitz der Geschäftsführung des größten deutschen Pharmaunternehmens mit zuletzt knapp 27 Milliarden Euro Jahresumsatz.
Im Gespräch mit dem Handelsblatt zeigt sich der Manager zuversichtlich, dass es noch in diesem Jahr eine erste Zulassung für das neue Mittel geben könnte. „Wir haben in den USA, Europa und China die Zulassung beantragt. Wir hoffen, dass es von der FDA noch in diesem Jahr eine positive Entscheidung gibt“, sagt Deshpande. Die FDA ist die zuständige US-amerikanische Zulassungsbehörde.