Pharmakonzern: Stada will bei rezeptfreien Medikamenten an Bayer vorbeiziehen
Der Arzneimittelkonzern aus Bad Vilbel will seinen Wachstumskurs fortsetzen.
Foto: dpaFrankfurt. Der Pharmakonzern Stada will zu einem der führenden europäischen Anbieter im Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten aufsteigen. „Wir sind im Consumer-Health-Geschäft inzwischen Nummer vier in Europa, und wir glauben, dass wir in diesem Jahr Bayer in Europa überholen können“, sagte Firmenchef Peter Goldschmidt dem Handelsblatt.
Der Konzern aus Bad Vilbel, der sich seit 2017 im Besitz der Private-Equity-Firmen Bain und Cinven befindet, ist in dem Bereich unter anderem mit Marken wie dem Erkältungsmittel Grippostat, der Muskelsalbe Mobilat oder dem Sonnenschutzprodukt Ladival vertreten.
2022 legte die Sparte nominal um 26 Prozent und währungsbereinigt um 17 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro Umsatz zu. Sie avancierte damit erstmals zum größten Teilbereich von Stada, vor dem Generikageschäft (verschreibungspflichtige Nachahmer-Medikamente) und der Sparte Spezialpharmazeutika (Biosimilars, Parkinson-Medikamente etc.).
Insgesamt konnte Stada den Konzernumsatz währungsbereinigt um elf Prozent auf 3,8 Milliarden Euro steigern und dabei das operative Ergebnis (Ebit) um rund ein Viertel auf 569 Millionen Euro verbessern. Trotz einer vergleichsweise starken Präsenz in Russland setzte das Unternehmen damit den Wachstumskurs fort.