Unternehmer: „Mit Trump als Präsident geht für uns eher mehr als weniger“
Stuttgart. Das Stuttgarter Reinraumunternehmen Exyte hofft, durch den neuen US-Präsidenten profitieren zu können. „Mit Trump als Präsident geht für uns eher mehr als weniger“, sagte Wolfgang Büchele, Chef des Unternehmens, dem Handelsblatt. Und: „Trump kann eine Chance für Deutschland sein.“
Der Großteil des Umsatzes von Exyte kommt aus der Chipindustrie. Die Absage des 30-Milliarden-Euro-Projekts von Intel in Magdeburg hat Exyte die Bilanz verhagelt. „Unser Umsatz war deshalb 2024 leicht rückläufig.“
Wachstum verspricht er sich in der Pharmaindustrie. Der US-Konzern Eli Lilly etwa baut derzeit für 2,3 Milliarden Dollar ein neues Werk für seine Abnehmspritzen in Alzey. Auch 2025 werde es weitere Milliardeninvestitionen der Pharmaindustrie in Deutschland geben, sagte Büchele. „Pharma ist sicher eine Branche, die auch weiter in Deutschland investieren wird.“
Neben den Energiepreisen ist für ihn hierzulande vor allem die Arbeitsmigration ein Thema. Bei einem Projekt in Dresden sei die Hälfte der Mitarbeiter aus Irland, sagte Büchele. „Im Zweifelsfall fliegen wir die 80 Leute montagmorgens mit einem Charterflieger von Dublin nach Dresden und am Freitagabend wieder zurück.“