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Jens MüffelmannUS-Chef von Springer wechselt in die Private-Equity-Branche

Der US-Chef von Axel Springer verabschiedet sich – er will für die Private Equity arbeiten. Das Geschäft steuert der Medienkonzern künftig von Berlin aus.Hans-Peter Siebenhaar 26.02.2018 - 18:19 Uhr Artikel anhören

Er will auch künftig in den USA bleiben.

Foto: Gordon Welters/laif

Düsseldorf. Kurz und schmerzlos verabschiedete sich Jens Müffelmann, und das nach mehr als zwei Jahrzehnten: „Ich verlasse Axel Springer. Unendlich dankbar dafür ein integraler Bestandteil der sehr erfolgreichen digitalen Transformation gewesen zu sein“, schreibt der 51-Jährige auf Facebook.

Müffelmann trug bislang den eindrucksvollen Nahmen „President USA Axel Springer SE“. Damit ist es schon am Mittwoch vorbei. Denn bereits zum Monatsende verlässt der für das US-Geschäft zuständige Manager den Berliner Medienkonzern.

Die Trennung kommt schnell und abrupt. In Konzernkreisen ist davon die Rede, dass Müffelmanns zeitlich begrenzter Vertrag für New York ausgelaufen wäre. Bereits seit vergangenem Jahr gab es mit ihm Gespräche.

„Wir konnten ihm kein adäquates Angebot machen“, heißt es in der Konzernzentrale. Der Manager mit amerikanischem Pass wollte aber nicht mehr nach Deutschland zurückkehren. Eine vergleichbare Aufgabe hätte es nicht gegeben. Deshalb sei die Trennung erfolgt, heißt es bei Springer.

Der lässige Manager selbst, gerne in Jeans unterwegs, macht keine Angaben zu seinen Beweggründen. Nur so viel: „Wir werden in den USA bleiben, und ich werde in den Bereich Venture Capital/Private Equity wechseln.“ Einen Nachfolger in seinem kleinen, elf Quadratmeter großen Büro in Manhattan, wird es nicht geben.

Um die Beteiligung wird sich künftig Springer-Vorstand Jan Bayer von Berlin aus kümmern. Das digitale Wagniskapitalgeschäft wird von seinem Vorstandskollegen Andreas Wiele übernommen. Sowohl mit Bayer als auch Wiele hatte Müffelmann in den vergangenen Jahren bereits eng zusammengearbeitet. Bis Ende Juni wird er dem Medienkonzern noch beratend zur Verfügung stehen.

Der Weggang von Müffelmann beendet auch ein Kapitel in der Geschichte des Unternehmens, das mehrheitlich von der Verlegerwitwe Friede Springer kontrolliert wird. Denn der promovierte Chef von Digital Ventures war mit seinem exzellenten Netzwerk einer der Motoren für Springers Verwandlung vom nationalen „Bild“-Konzern zum internationalen Digital-Riesen.

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Mehr als 800 Millionen Dollar hat der Konzern in den USA inzwischen investiert. Axel Springer besitzt Anteile an der Wohnungsvermittlung Airbnb oder am Fahrdienst Uber. An den großen Übernahmen wie dem Digitalverlag Business Insider im Jahr 2015 oder der Marktforschungsfirma Emarketer in 2017 war Müffelmann maßgeblich beteiligt. „Er ist ein Manager voller Enthusiasmus und Energie“, heißt es im Springer-Hochhaus. „Er ist unprätentiös und aufrichtig.“

Die Entscheidung Müffelmanns, in den USA zu bleiben, kommt für sein Umfeld nicht überraschend. Der Finanzmanager ist schließlich in den USA als Sohn einer Schwedin und eines Deutschen geboren. Längst hat er sich dort ein Haus gekauft. Seit Januar 2016 leitete er die US-Geschäfte. Vorstandschef Mathias Döpfner wurde früher nicht müde, die Bedeutung des US-Marktes zu betonen. Nur zum Abgang seines Amerikachefs Müffelmann – da fand der CEO keine lobenden Worte.

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