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Megaupload-Gründer Kim Dotcom erleidet weiteren Rückschlag im Kampf gegen seine Auslieferung

Der deutsche Internetunternehmer ist in Neuseeland mit einem Berufungsantrag gegen seine Auslieferung an die USA gescheitert. Ihm droht dort lebenslange Haft.
05.07.2018 Update: 05.07.2018 - 03:56 Uhr Kommentieren

Rückschlag vor Gericht – Droht Kim Dotcom jetzt lebenslänglich?

Sydney Im Kampf gegen seine Auslieferung an die USA hat der in Neuseeland lebende deutsche Internetunternehmer Kim Dotcom eine juristische Schlappe erlitten. Das Gericht in der Hauptstadt Wellington stützt den Vorwurf der Vereinigten Staaten, wonach sich der aus Kiel stammende Dotcom „vorsätzlich und in massivem Umfang zu kommerziellen Zwecken zu Urheberrechtsverletzungen verschworen und diese begangen“ habe.

„Wir haben jetzt von drei verschiedenen Gerichten drei verschiedene Rechtsauslegungen zu hören bekommen“, kritisierte Dotcoms Anwalt Ira Rothken. „Eines davon war überzeugt, dass überhaupt kein Copyright-Verstoß vorliegt.“ Rothken gab sich deshalb überzeugt, den Rechtsstreit am Ende zu gewinnen. Laut dem Anwalt werde Dotcom auch gegen diesen Entscheid an die nächste Gerichtsinstanz weiterziehen.

Dem 44-Jährigen wird von den Vereinigten Staaten vorgeworfen, er habe über die 2005gegründete und inzwischen stillgelegte Internet-Plattform Megaupload den illegalen Tausch von urheberrechtlich geschütztem Material ermöglicht.

Die amerikanischen Behörden sagen, Dotcom sowie seine ehemaligen Mitarbeiter Mathias Ortmann, Bram van der Kolk und Finn Batato seien Mitglieder einer weltweiten kriminellen Organisation und hätten den Besitzern von Urheberrechten – etwa Filmstudios und Software-Entwicklern - Schäden von insgesamt mehr als 500 Millionen amerikanischen Dollar verursacht. Wird Dotcom an die Vereinigten Staaten ausgeliefert, droht ihm laut Rechtsexperten lebenslange Haft.

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    Kim Dotcom streitet die Vorwürfe vehement ab. „Totaler Käse, wir sind nur ein Testfall“, meinte der Deutsche 2013 in einem Exklusivinterview mit Handelsblatt zum ersten Jahrestag der Razzia seines großen Anwesens in Auckland. Die Villa war von neuseeländischen Sondereinheiten im Auftrag des amerikanischen FBI gestürmt worden.

    Er macht eine „Hexenjagd“ der mächtigen amerikanischen Filmindustrie für die Vorwürfe verantwortlich. Seine Plattform sei, wie jede andere auch, „natürlich auch für den illegalen Verkehr von Daten genutzt worden“. Auf keinen Fall sei Megaupload aber selbst an illegalem Transfer beteiligt gewesen.

    Der größte Teil von Kim Dotcoms umfangreichem Vermögen wurde unterdessen von den amerikanischen Behörden blockiert. Er lebt heute mit seiner Frau, der 22-Jährigen Elisabeth Dotcom, in einem Apartment am Hafen von Auckland. Mit seiner Ex-Ehefrau Mona hat er fünf Kinder.

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