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Braugruppe Bitburger will mehr können als nur Pils: Axel Dahm geht neue Wege

Mit dem Geschäftsjahr 2019 ist Axel Dahm, Chef der Braugruppe, „zufrieden“. Glutenfreies Bier verschafft Bitburger große Aufmerksamkeit.
04.03.2020 - 17:26 Uhr Kommentieren
Seit Ende 2016 Chef der Bitburger Braugruppe. Quelle:  Rudolf Wichert für Handelsblatt
Axel Dahm

Seit Ende 2016 Chef der Bitburger Braugruppe.

(Foto:  Rudolf Wichert für Handelsblatt)

Bitburg Axel Dahm gefällt sich in der Rolle des Vorreiters. In einer Branche, die sich seit Jahren mit sinkenden Umsätzen herumschlagen muss, ist es ja auch eine schöne Sache, ein innovatives Produkt auf den Markt zu bringen, für das sich die Kunden interessieren.

Mit glutenfreiem Bier, lizenziert von der Deutschen Zöliakie Gesellschaft, ist es der Bitburger Braugruppe gelungen, in den vergangenen Wochen die Aufmerksamkeit von Konsumenten und auch Wettbewerbern auf sich zu ziehen. „Wir wollen beweisen, dass wir mehr können als nur Pils“, sagte Dahm am Mittwoch in der Zentrale der Brauerei in Bitburg.

Dahm schlägt seit seinem Amtsantritt Ende 2016 neue Wege ein. Weg vom Sportsponsoring, weg von den ruinösen Rabattschlachten im Supermarkt, hin zu innovativen Produkten. Und doch kann dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch das Traditionsunternehmen aus der Eifel unter dem immer weiter sinkenden Bierdurst der Deutschen leidet.

Trank 1980 im Schnitt jeder Deutsche noch 146 Liter im Jahr, sind es heute weniger als 102 Liter – dazu zählen auch alkoholfreie Biere. Das gab der Deutsche Brauerbund unlängst bekannt. Der Umsatz der Bitburger Braugruppe ist 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozent auf 792 Millionen Euro gesunken, der Absatz um 1,1 Prozent auf gut 6,5 Millionen Hektoliter. Die Ziele im Export wurden nicht erreicht.

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    „Wir sind in der Summe zufrieden“, betonte Dahm, 57. Er weiß: Den Trend kann er allein nicht umkehren, er hofft langfristig auf die Wende. Und so bleibt dem Chef nicht viel anderes übrig, als das Sortiment zu erweitern. Mit glutenfreiem Bier, mit Kooperationen mit Craftbier-Brauern aus den USA, mit bierähnlichen Produkten wie Apfel Cider. Dahm hofft auf Erfolge. Oder wie er es ausdrückt: „Am Ende springt die Kuh.“

    Mehr: Warum den Deutschen der Bierdurst vergeht

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