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Ex-Wirtschaftsführer Hans Peter Stihl: Merz hat Recht mit „Grottenschlecht“-Kritik an Bundesregierung

Nachholbedarf der CDU in der Wirtschafts- und Steuerpolitik, Linksschwenk der SPD: Ex-Wirtschaftsführer Stihl übt scharfe Kritik an der Arbeit der Koalition
02.01.2020 Update: 02.01.2020 - 17:12 Uhr 3 Kommentare
Der Ex-Wirtschaftsführer schließt sich der Groko-Kritik von Friedrich Merz an. Quelle: dpa
Hans Peter Stihl

Der Ex-Wirtschaftsführer schließt sich der Groko-Kritik von Friedrich Merz an.

(Foto: dpa)

Stuttgart Ex-Wirtschaftsführer Hans Peter Stihl hat auch zu seiner aktiven Zeit nie ein Blatt vor den Mund genommen. Er appellierte immer für intelligenten wirtschaftlichen Sachverstand bei politischen Entscheidungen. Der 87-jährige Unternehmer hat sich jetzt mit harscher Kritik an der Regierung zu Wort gemeldet.

„Die CDU hat dringenden Nachholbedarf in Bezug auf marktwirtschaftliche Wirtschafts- und Steuerpolitik. Wenn die Partei dies nicht erkennt, dann wird sie bei der nächsten Bundestagswahl eine weitere schwere Niederlage einfahren“, sagte Stihl der Deutschen Presse-Agentur.

Bei Wirtschaftsfragen teilt er ausdrücklich die Ansicht von Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz (CDU), das Erscheinungsbild der Koalition sei „grottenschlecht“. Wenn Merz mit seiner Kritik auch auf die Wirtschaftspolitik der CDU angespielt habe, habe er nicht unrecht.

„Er hat den Finger in die richtige Wunde gelegt“, sagte Stihl. Es brauche eine Unternehmensteuerreform, um Familienunternehmen wettbewerbsfähiger zu machen. Wenn Kanzlerin Angela Merkel so weitermache, „dann muss sich die CDU warm anziehen bei der nächsten Bundestagswahl“.

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    Als Unternehmer machte Stihl seinen Motorsägenhersteller aus Waiblingen groß. Er hat sich zwar 2002 aus der Geschäftsführung zurückgezogen, doch im Ruhestand ist er nicht. So kommt er noch regelmäßig ins Büro und testet jedes neue Gerät des Unternehmens persönlich auf seiner Jagd in der Nähe der Schweizer Grenze.

    Von 1988 bis 2001 war Stihl Chef des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK). Der Familienunternehmer war lange Jahre parteilos. Inzwischen hat er aber eine Vorliebe für die Freien Demokraten entwickelt und ist in die Partei eingetreten.

    Für den Linksschwenk des GroKo-Regierungspartners SPD unter dem aufstrebenden jungen Parteivize Kevin Kühnert hat Stihl nur bissigen Spott übrig: „Der Schreihals Kühnert wird die Partei vollends fertigmachen.“

    Mehr: Friedrich Merz hat die Arbeit der Bundesregierung scharf kritisiert – und den Nerv vieler Bürger getroffen. Vom CDU-Parteitag in Leipzig musste nun ein Signal ausgehen.

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    3 Kommentare zu "Ex-Wirtschaftsführer: Hans Peter Stihl: Merz hat Recht mit „Grottenschlecht“-Kritik an Bundesregierung"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ich finde es gut, dass sich Herr Stihl zu Wort meldet.
      Das sollten andere Unternehmer ihm gleichtun.

    • Herr Stihl: Merz hat Recht...........
      Zufällig haben Sie sich in der Vergangenheit häufig des Spruches bedient:
      "Schuster bleib bei Deinem Leisten".
      Gilt aber nicht für Sie, oder?

    • Ach Herr Stihl, was ist los? Ist Ihnen der Ruhestand langweilg geworden? Es gibt doch so schöne Beschäftigungen für Senioren, Golf spielen, Laub im Garten sammeln, Oldtimer restaurieren, Reisen(am besten eine schöne Kreutfahrt oder vielleicht in irgendeinem Aufsichtsrat dilettieren. Warum äussern Sie sich also hier so unfundiert und präpotent zur Tagespolitik.
      Merz hat längst bewiesen, daß er keine Steherqualitäten besitzt. Es mangelt im an Charisma, an rhetorischer Begabung und am eisernen Willen. Er hat die Augen eines Losers. Festzustellen, daß die GoKo einen schlechten Eindruck hinterläßt, ist, als würde man die Welt darüber aufklären, daß der Papst katholisch ist.

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