Sportartikel: Decathlon will auch in Deutschland die Nummer eins werden
Lille. Decathlon-Chefin Barbara Martin Coppola kommt locker gekleidet ins Büro. Sie trägt einen hellbauen Pulli, Jeans und Turnschuhe. Beim größten Sporthändler der Welt gibt man sich unprätentiös. Das gilt auch für die Konzernzentrale im nordfranzösischen Lille, ein unscheinbares Gebäude am Stadtrand, direkt an einer Autobahnausfahrt.
„Wir wollen gehobene Qualität zu bezahlbaren Preisen, um Menschen zu ermöglichen, so viel Sport wie möglich zu treiben“, fasst Martin Coppola die Firmenphilosophie zusammen. Von Lille aus steuert sie den Expansionskurs. Das 1976 gegründete Unternehmen ist inzwischen auf rund 1800 Filialen in 78 Ländern angewachsen und erwirtschaftete im vergangenen Jahr 15,6 Milliarden Euro.
Deutschland gilt als Wachstumsmarkt
Nun nimmt Decathlon Deutschland als Wachstumsmarkt in den Fokus –gegen den Trend zu Ladenschließungen in Innenstädten. In der Bundesrepublik wollen die Franzosen die Konkurrenten Intersport und Sport 2000 hinter sich lassen. Ihr Ziel: Die Zahl der Filialen soll fast verdoppelt, das Onlinegeschäft deutlich ausgebaut werden. Das Deutschlandgeschäft steuerte zuletzt 1,1 Milliarden Euro zum Gesamtumsatz bei.