Metall-Recycling: Deutsches Start-up will 600-Milliarden-Dollar-Markt aufmischen
Köln. Sebastian Brenner und Rafael Suchan hören nicht gern, dass sie mit Schrott handeln. Weil Schrott eben nach – nun ja – Schrott klingt. Nach etwas, das nicht mehr zu gebrauchen ist. Aber Schrott ist wertvoll, weil er sich einschmelzen und wiederverwenden lässt. Deshalb sprechen die beiden lieber von Alt- oder Sekundärmetall. Ihr Kölner Start-up „Metycle“ ist deshalb auch nicht einfach eine Onlineplattform für Schrott, sondern laut Webseite „your digital platform for international secondary metal and recycled metal trade“. Da ein Journalist aber zuerst seiner Leserschaft verpflichtet ist, wird hier weiter von Schrott die Rede sein. Doch bitte merken: Schrott ist kein Schrott.
2022 haben Brenner und Suchan ihre Plattform gegründet, eine der ersten ihrer Art. Die Konkurrenz von Schrott24 war zwar einige Jahre schneller, startete aber mit Metaloop erst im gleichen Jahr wie Metycle eine reine B2B-Plattform. Sie kaufen Schrott von Händlern und verkaufen ihn weiter an Unternehmen, die ihn sortieren und einschmelzen. Es gibt Start-up-Ideen, mit denen man auf jeder Party Leute mitreißen kann. Diese Idee zählt eher nicht dazu.