Omikron: Biontech-Gründer zur Corona-Variante: „Macht euch nicht verrückt“
In Indien werden positive Corona-Infektionen sequenziert, um neue Mutationen zu identifizieren.
Foto: dpaDüsseldorf. Die Chefs der beiden führenden Impfstoffhersteller haben am Dienstag die von der neuen Virusmutation Omikron ausgehenden Gefahren unterschiedlich bewertet. Der Chef des US-Konzerns Moderna geht davon aus, dass die vorliegenden Impfstoffe weitaus weniger wirksam gegen die Omikron-Variante des Coronavirus sein werden. Es werde ein angepasster Impfstoff nötig sein, sagte Stéphane Bancel der „Financial Times“ („FT“). Es werde aber Monate dauern, bis die Hersteller diesen in großem Stil herstellen und ausliefern könnten.
Moderna ist neben Biontech/Pfizer der zweite große Hersteller von zugelassenen mRNA-Impfstoffen gegen das Coronavirus. Bancel kommt zu seiner skeptischen Einschätzung nach Beratungen mit Forschern innerhalb und außerhalb des Unternehmens. „Alle Wissenschaftler, mit denen ich gesprochen habe, sind der Meinung: ,Das sieht nicht gut aus‘.“
Biontech-Gründer Ugur Sahin hingegen demonstrierte am Dienstagnachmittag Optimismus, dass der vorliegende Impfstoff auch gegen die neue Mutation wirksam sei. Zwar könne Omikron zu mehr Infektionen auch unter Geimpften führen, sagte er dem „Wall Street Journal“. Es sei aber sehr wahrscheinlich, dass Geimpfte weiterhin vor schweren Krankheitsverläufen geschützt seien.